Fallender Bund Future – sollte der Eurobond kommen

http://zertifikate.onvista.de/snapshot.html?ID_INSTRUMENT=28600985

Hebel 93, hohes Risiko aufgrund naher Knock Out-Marke.

Stop Loss 1,15 EUR. Stop Loss 1,08 EUR

Der Kauf der Bund Future-Zertifikate für das Moving Markets Depot wurde ausgelöst vom neuen Verkaufsignal des Moving Markets Indikators “Kurs Trend Prognose Anleihen“. Zuletzt wurde der Indikator in der Bewertung vom 07.02.2010 von Trend Gedanken-Leser KFEB erwähnt.

Anfang Februar lieferte der Indikator ein ähnliches Muster, worauf der Anleihemarkt den Rückwärtsgang einlegte. Mit der aktuellen Entwicklung kann sich das wiederholen: Scheitert der Bund Future erneut an der 124er Marke, kann der Anleihemarkt in einen oberen Wendepunkt hineinlaufen. Als charttechnsiche Formation könnte sich ein Doppeltop entwickeln: Nach Anfang Februar wäre der Bund Future zum zweiten Mal an der Marke gescheitert. Aus der Chartformation lässt sich ein Verkaufsignal ableiten, wenn der Bund Future unter das Zwischentief bei 122,60 fallen sollte. Dann wäre das “M” des oberen Wendepunkts vollendet.

So passt der Bund Future Short zur Moving Markets Strategie:

Der Kauf des Zertifikats ist eine kleine Hedging-Position für den Fall, dass der DAX zu einer Gegenbewegung nach oben startet und im Gegenzug Staatspapiere unter Druck geraten sollten.

Dass Marktteilnehmer ihre Staatsanleihen verkaufen, kann mit den griechischen Schwierigkeiten zusammenhängen. Indem Europa versuchen wird, die Finanzierung Griechenlands sicherzustellen, wird die deutsche Position geschwächt. Bisher profitierte der deutsche Finanzminister von der Finanzkrise, weil das Land als einer der wenigen stabilen Kapitalhäfen angesehen wird. Indem zusätzlich die Verantwortung für die südlichen Nachbarn übernommen wird, verschlechtert das automatisch die Bonität Deutschlands.

Überschuldete Kreditnehmer zahlen höhere Zinsen

Sollte es eine “Europa-Anleihe” geben, die z.B. auch Portugal, Spanien und Italien zugute kommt, müsste es sich dabei um eine bedeutende “Jumbo-Emission” handeln. Weil Kapital knapp und teuer ist, erscheint es denkbar, dass die Staatsfinanzierer, Versicherungen usw. solche Summen nicht mehr aus der Portokasse bezahlen können. Sie könnten gezwungen sein, Altbesitz zu veräußern, um nach dem Muster einer “Opération Blanche” die neue Europa-Anleihe zeichnen zu können. Das würde Druck auf die Anleihemärkte auslösen und das Zinsniveau in Europa steigen lassen. Der Markt würde auf diese Weise steigende Zinsen erzwingen – ein Preis, den schließlich jeder überschuldete Kreditnehmer irgendwann bezahlen muss.

Dass Deutsche Banken Griechland hängenlassen, könnte in einem solchen Szenario erst der Auftakt sein. Beachten Sie in dem Zusammenhang auch den Devisenmarkt:Der Euro dürfte zulegen, wenn die Zinsen in Europa steigen.

Projekte für die Eitelkeit waren schon immer etwas teurer

Höhere Zinsen für die Stützung Griechenlands wären nur ein vergleichsweise kleiner Preis, um das europäische Währungssystem zu stabilisieren. Geradezu erleichtert können die Regierungs-Chefs und Notenbänker sein, wenn sie dadurch den Refinanzierungsmarkt für südeuropäische Länder im Schwung behalten. Sie kämen mit einem blauen Auge davon. Denn die Alternative dazu wäre der Zusammenbruch des Systems – oder eine “Schrumpfung der Eurozone”, wie sie Dr. Bruno Bandolet beschreibt.

Der Markt für Staatsanleihen gehört zu den letzten verbliebenen Spekulationsblasen. In solchen Börsenphasen genügt oft nur eine Kleinigkeit, die die Marktparameter versetzen, was die heiße Luft entweichen lässt. Angesichts der drohenden Handlungsunfähigkeit Südeuropas und dem zu erwartenden Ausbau der Verschuldung Deutschlands ist es erstaunlich, dass sich der Anleihemarkt so lange “oben” halten konnte.

Solchen Ereignissen (und den sich daraus entwickelnden Folgen) sind Verbraucher, Sparer, Staatsbürger, Unternehmer weitgehend hilflos ausgeliefert. Eine Möglichkeit, aktiv zu handeln und sich vor steigenden Zinsen zu schützen, bietet die Short-Position auf den Bund Future.

Kommentare

43 Antworten zu “Kauf 180 Bund Future SHORT Zertifikate WKN TB84BP, letzter Kurs 1,26 EUR”

  1. Fritz sagt:

    Is das SL ausgeöst ???

  2. Stop Loss wurde ausgelöst, verkauft zu 1,05 EUR.

    Die grundsätzlich Thematik bleibt erhalten, ich bleibe in der Sache am Ball. Neue Bund-Shorts werden für einen späteren Zeitpunkt geprüft.

  3. Henkel als Kontraindikator:

    Achten Sie im Moving Markets Film von heute auf die Henkel-Aktie:

    Die Umsatzblase vergrößert sich stetig bis zum Börsenschluß bei gleichzeitigem nach oben “Davonschweben”.

    Henkel gehört in der Moving Markets-Klassifizierung zu den Werten mit “Eigenleben”, d.h. sie haben aufgrund ihrer Renditestruktur und wegen der Schwankungsbreite im Vergleich zum DAX eine individuelle Geschichte.

    http://www.movingmarkets.de/trends/charts/betaniedrig.php

    Deshalb sind “Eigenleben”-Aktien regelmäßig im Umfeld schwacher Märkte gefragt. Sie gehören zu den antizyklischen Sicherheitsinvestments:

    http://www.movingmarkets.de/trends/charts/sicherheit.php

    Für den Deutschen Aktienindex bedeutet das: Schwächere Notierungen des Gesamtmarktes bleiben möglich.

  4. Deutschland plant “Risikovorsorge” für Griechenland:

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/rettungsaktion-bund-plant-risikovorsorge-fuer-griechenlandhilfe;2537504

    Das ist der nächste Schritt auf dem Weg zu höherer deutscher Verschuldung.

    Bei einer Rückstellung und Kürzung auf anderer Seite würde Geld für Ausgaben des Bundes fehlen, wogegen andere Ministerien heftig protestieren würden. Es ist kaum denkbar, dass den Deutschen erklärt wird, dass sie den Gürtel wegen Griechenland enger schnellen müssen.

    Eine höhere Verschuldung ist möglich, z.B. indem die finanztechnische “eierlegende Wollmilchsau”, die KfW, als Staatsfinanzierer für Griechenland auftritt. Aber dann könnten die Märkte eine höhere Verzinsung fordern (s.o., im Bericht).

    Schäuble würde wahrscheinlich gern als Chirug das Problem lösen. Aber bei der Diagnose “Pest oder Cholera” lässt sich nichts abschneiden.

    Auffällig: Die deutschen Medien haben sich gegen Griechenland eingeschossen. So wird eine wohlwollende Unterstützung unserer südlichen Freunde kaum in der Öffentlichkeit durchsetzbar sein.

  5. ratishero sagt:

    @ all

    es wird ein wenig still im Forum.

    Meine Strategie für morgen:

    Ein up im Dax bis mindestens 5640 oder sogar bis 5700 bzw.5720 weil jeder bereits auf den zu erwartenden Downer setzt.
    Ist ja richtig, aber noch etwas früh. Ich gehe auch davon aus.
    Übrigens gute Kurzfrisanalyse von Tiedje.
    Was mir auch gefällt, ist der Eintieg von GS beim Bnd -Future. Muß jedoch noch etwas recherchieren.
    Wer hat eine andere Meinung?

  6. GS sagt:

    Die Strategie ging vorerst nicht ganz auf: Der DAX kletterte zwar – aber mit ihm auch der Bund Future. Eigentlich hätte das Staatsanleihe-Barometer fallen sollen.

    Womöglich hält den Bund die Nachricht oben, dass Deutschland offenbar doch nicht Griechenland mit Geldmitteln stützen will.

    Allerdings halte ich das für eine Nebelkerze der Politiker. Es ist kaum denkbar, dass Griechenland sein Problem allein lösen kann.

    Wenn jetzt so deutlich darauf hingewiesen wird, dass Deutschland nicht stützt (immerhin gab die Kanzlerin ihr Wort), soll das – wie im Herbst 2008 – auf die Stimmung der Märkte abzielen.

    Wie zu Beginn der Finanzkrise geht es darum, Zeit zu gewinnen.

    Der reflexive Verweis auf die angebliche Schuld der Spekulanten an der Misere wirkt da schon viel bedrohlicher.

    Bedrohlich ist es, weil die Ursachen der Krise – wie schon 2007ff – falsch benannt werden. Nicht die Hedgefunds sind die Spekulanten, sondern Verantwortliche, die das Debakel aus der katastrophalen Finanzplanung in der EU und in den USA verursachten.

    Wieder agieren die Ochsenfrösche ganz ungestört, während das Land eigentlich mehr Adler benötigt.

    Dazugehörige Links:

    http://trendgedanken.de/?p=937

    http://trendgedanken.de/?p=506

    http://www.20min.ch/finance/news/story/18130180

    http://www.bitterlemmer.net/wp/2010/03/01/wie-die-euro-spekulation-funktioniert-und-was-die-staaten-wirklich-dagegen-tun-konnen/

    http://www.dw-world.de/dw/function/0,,12356_cid_5299394,00.html

    http://www.finanzzeug.de/archives/griechenland-bekommt-vorerst-keine-milliardenhilfen-1804

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,680780,00.html

    http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Sorgen-um-Griechenland-Der-geheime-deutsche-Rettungsplan/story/29970696

  7. ratishero sagt:

    Meine bisherige Strategie ging bisher auf . Die Calls -gekauft am Freitag- wurden heute, zwar leider zu früh, aber doch mitschönem Gewinn verkauft.
    Nachdem ich gleich wieder Short ging , fehlt noch der zweite Teil.
    Aber ich gehe morgen oder übermorgen von wesentlich niedrigeren Kursen aus!

    Der Dow kämpft mit der 10400+ Marke und ich glaube nicht, dass erdiese Marke entscheiden überspringen kann.Der Dax ist heute weit vorausgeeilt (+2,1%!)
    @ GS
    Mit dem Bund-Future sieht es momentan nicht so gut aus. Ich werde mit einem Einstieg noch abwarten.
    @ cues Ab welchem Level werden Sie in Shorts einsteigen oder glauben Sie jetzt mehr an ei nen steigenden Dax?

    • cues sagt:

      @ratishero:

      Meine Srategie beinhaltet folgendes:

      Wenn der Markt einen Rücklauf bis an die untergeordnete D-Linie (Entscheidungslinie) vollzieht, ist die Basis für eine Spekulation in Trendrichtung (hier Short) gegeben. Aber nur dann, wenn die aktuelle Wellenformation auch auf diesen Abschluss hinweist. Natürlich könnte der Markt auch ohne den Hinweis an der D-Linie drehen, aber warum soll ich ein größeres Risiko eingehen. Nun hat mir der Markt nach dem “Wenn Dann Prinzip” mitgeteilt, dass die untergeordnete D-Linie nicht als Wendepunkt funktioniert, ich verkaufe den Long an der D-Linie, auch wenn ich eine weitere Aufwärtsbewegung verpasse und warte auf die nächste Gelegenheit.Ich schalte auf die nächste Ebene. Bis 5820 bleibt die Shortausrichtung erhalten, darüber neutral.

      Die Shortausrichtung bedeutet, Abwarten auf ein Shortsignal!

      • SirTP sagt:

        Immer Long’s kaufen, hat bisher immer funktioniert . Bin seit 5590 im DAX dabei.

  8. JL sagt:

    Bei HSBC im Call/Put Ratio sieht man wie die Shorts verbrannt werden. Von 77% Short (tagsueber), ueber 70% short, dann 6x% short….Hexenverbrennung live ;-)

    • GS sagt:

      rotfl … Hexenverbrennung …

      und die KfW wird von der Inquisition als Exekutionsorgan bestimmt, um Shorties mal so richtig hart ranzunehmen …

    • Herbert sagt:

      Hallo JL,

      die opernhafte Betrachtung der Verbrennung hat einen höheren ästhetischen Genuss, wenn wir nicht nur HSBC anschauen, sondern

      https://www.boerse-stuttgart.de/euwax-sentiment

      Die Messung wurde von einem INformatikprofesssor der TH Karlsruhe entwickelt., Dort wird der Verlauf nicht nur im einmaligen Schnappschuss der letzten Stunde wie bei HSBC, sondern imfortlaufenden 20-Minuten-Chart aufgezeichnet. Und dazu noch parallel der Verlauf des Dax.

      Es gab offensichtich auch heute wieder viele, die lieber Geld verbrennen als den Glauben an ihre Indikatoren aufzugeben

  9. Marcel sagt:

    ein weitere gute Nachricht ist sicherlich, dass sich 3 Unternehmen einen Börsengang in nächster Zeit wohl doch trauen.

    http://www.deraktionaer.de/xist4c/web/Drei-Unternehmen-wagen-den-Sprung-aufs-Parkett_id_43__dId_11619989_.htm

  10. ratishero sagt:

    Shorts wurden heute mit mittelmäßigen Verlust veräußert. Am Abend wurden nochmals Shorts mit höherer Knockout-Marke erworben. Bei steigendem Dax wird morgen weiterzugekauft.
    Meiner Meinung nach stehen wir vor einem größern Fall ( Ziel Dax 5450).

  11. Börsentiger sagt:

    Die Anleger haben nun offensichtlich jetzt wieder bestimmte Muster im Kopf – also nach jedem starken Anstieg muss eine massive Korrektur erfolgen. Es sieht nun aber stark danach aus, dass die Börse diesem Muster nun dieses Mal eben nicht folgen wird.

    • GS sagt:

      Die Spuren an der Börse hinterlassen nunmal Muster. Selbst das kontinuierliche Ignorieren von Mustern wäre ein Muster ;-)

      Zu den DAX Spuren: Nachdem vom 24.02. bis 01.03. Sicherheitsinvestments gemieden wurde (was die Gegenbewegung nach oben stützte, Berichte dazu bei Moving Markets Aktuell), kehrte sich seit ca. 5.680 Punkten der Trend um: Sicherheitspapiere sind wieder gefragt.

      Das spricht für ein Ende der technischen Reaktion im intakten Abwärtstrend am Tageshoch von gestern bei 5.780.

      Für das Moving Markets Depot wurde am 24.02. vermerkt: “Allmählich werden Stop-Marken sinnvoll, weil ein “Durchhalten” der Position erhebliche Risiken beinhalten würde.”

      Der DAX schoss dabei über das Ziel von 5.700 / 5.730 hinaus. Aufgrund der Markt- und Indikatormuster der vergangenen Tage bleibt zu sagen: Die DAX Shorts werden weiterhin gehalten.

  12. Börsentiger sagt:

    Keine Ahnung, warum meine Kommentare offensichtlich stets den Widerspruchsgeist wecken. Ich schlage vor: Zuerst auf den DAX-Stand schauen und dann Börsentiger hauen!

  13. Marcel sagt:

    Aber hallo! schon über 5820 derzeit, wie weit kann es noch gehen? Wirklich >6000?

  14. Börsentiger sagt:

    Wir haben jetzt 4 Handelstage hintereinander mit Kurszuwächsen. Das ist sehr selten und spricht für die enorme Kraft der Bullen. Ich habe DAX 5850 bereits als Kursziel genannt. Die Bäume wachsen nicht in den Himmel. Eine Zwischenkorrektur ist demnächst fällig.

  15. Marcel sagt:

    Zwischenkorrektur heißt kurzfristige Erholung oder haben wir mit 5800 das “Maximum” erreicht?

  16. Börsentiger sagt:

    Zwischenkorrektur heißt: Technische Reaktion nach Süden und dann anschließend Fortsetzung der Reise nach Norden Richtung 6000.

  17. Marcus sagt:

    So langsam aber sicher muss ich zugeben, dass ich die Kraft der Bullen unterschätzt habe. Ich habe heute mit fallenden Kursen gerechnet, aber nun schon zum 4ten Mal in Folge stieg der Dax. Somit können Kurse im März um die 6000 vielleicht wirklich möglich sein. Ich rechne trotz allem dann ab April mit stark fallenden Kursen auf 5200. Oder stehe ich da alleine mit meiner Meinung?

  18. Börsentiger sagt:

    Die Short-Quoten sind noch viel zu hoch für stark fallende Kurse.

  19. GS sagt:

    Die Notenbanken dürften vor/unterhalb DAX 6.000 gegensteuern.

    Denn wenn Aktien weiter klettern, werden Staatsanleihen uninteressant und verkauft. Das würde das Zinsniveau unerwünscht heben. Bei den riesigen Mengen Kapital, das benötigt wird, wäre das zu teuer.

    Deshalb benötigen die Aktienmärkte immer wieder einen Dämpfer, damit die Staatsverschuldung preiswert bleibt. Kommt der Dämpfer nicht freiwillig, muss die EZB nachhelfen.

    Ansonsten hätte ich gegen eine Beschleunigung nichts einzuwenden: Die Edelmetallpreise würden steigen und das mögliche Doppeltief des Musterdepot-Schwergewichts Schlott würde zum Turnaround führen:

    http://aktien.onvista.de/snapshot.html?ID_OSI=81189

    Allerdings schalten die Marktteilnehmer keineswegs in Richtung offensiver Investments um. Das sehen Sie an der moderaten Reaktion des Bund Futures und anhand der gedrückten Trendsetter-Indikatoren.

    http://www.movingmarkets.de/trends/charts/ibf.php

    http://www.movingmarkets.de/trends/charts/betahoch.php

    Die defensive Ausrichtung ist es, die den oberen Wendepunkt nahelegt.

  20. ratishero sagt:

    Die Reise nach Süden ist nunmehr angetreten. Ich rechnete slbst nicht mit einem Anstieg über 5820.
    Aber Shorts wurden nochmals nachgekauft.
    Good trades all

  21. JL sagt:

    Das habe ich eben bei Spiegel Online gepostet (abh. ob die Zensur es durchlaesst):

    “Der Vorschlag von Frau Schroeder ist peinlich und realitaetsfern. Deutschlands Unternehmen bewegen sich im internationalen Wettbewerb. Die hohen Gehaelter, sprich der hohe Lebensstandard der Deutschen im int. Vergleich, wirkt sich schon negativ genug auf die Wettbewerbsfaehigkeit der Preis/Leistungsverhaeltnisse der Produkte aus. Das Sozial-Geschenk’ von Fr Schroeder auf Kosten dt. Wettbewerbsfaehigkeit, ist politisch opportun fuer die Dame individuell, und fuer die dt. Wirtschaft ein weiterer Sargnagel. Gesunder Menschenverstand, bitte! Halbe Arbeitszeit, halbes Gehalt. Selbst das waere noch fuer die Arbeitgeber (sprich int. Wettbewerbsfaehigkeit) eine hohe Buerde, denn die Organisation der Leistungskompensation des nun fehlenden halben Tages durch andere Personalkompetenz und -zeit, sowohl die in der Praxis ineffizientere Ausnutzung eines halben gegenueber eines ganzen Arbeitstages eines Beschaeftigten ist hier ueberhaupt noch nicht beruecksichtigt. Frau Schroeder ist unqualifiziert.”

    Ich habe bei den Erguessen dt. (Jung-)Politiker derzeit teilweise das Gefuehl voelliger Resignation, obwohl ich auch gerade ‘erst’ 40 geworden bin (allerdings die letzten 14 Jahre im Ausland).

    Sieht man die Dummheit dieser politischen Vorschlaege in Deutschland als Deutscher genauso, oder ist die Realitaetsferne der dt. Deutschen wirklich so krass?

    • GS sagt:

      Es ist offenbar so, dass es einen Wettbewerb um die sozialsten Ideen gibt, weil so die Wahlen gewonnen werden.

      Statt dessen müsste es einen Wettbewerb um Effizienz geben, d.h. es werden Lösungen benötigt, wie gespart werden kann und wie kreativer Geist und Unternehmertum gefördert werden. Das wäre dann auch sehr sozial, weil sich auf diese Weise der deutsche Wohlstand entwickelte.

      Fachleute wie Kirchhoff & Co und deren Ideen finden keine Mehrheit, weil die Menschen nur bis zu ihrem eigenen Tellerrand schauen wollen. Das sieht man ja auch an der Diskussion um die bösen Spekulanten.

      Sehr betrüblich: Es baut sich ein Feindbild gegen kaufmännisches Denken auf. Leider enttäuschen die Regierungsparteien auf ganzer Linie (was ja angesichts des Wahlkampfs und der Entscheidungen der großen Koalition zu erwarten war).

      • dochasi sagt:

        leider schläft movingmarkets total ein, obwohl sich hier m.E. derzeit
        eine ausgeprägte bärische Indikatorenkonstellation zeigt
        A/D Linie , Sicherheitsinvestments,Hysterieindikator
        bin ich der einzige der darauf schaut?

        • Alex sagt:

          Ich glaube das war`s schon mit der Korrektur. Jetztz geht es wieder nach Oben.

          • dochasi sagt:

            Begründung? oder nur Bauchgefühl?sehen sie sich doch
            wenn sie Abonnent sind die Indikatoren an.
            Das einzige was für up spricht sind gut 80 prozent
            shorter, aber ich habe auch schon downmoves erlebt
            da waren über 90 Prozent short, also das sehe ich
            mit Vorsicht

            • Alex sagt:

              Je mehr Staatspleiten, desto stärker werden die Märkte steigen, weil in diesem Fall die Aktien der sichere Hafen für das Geld ist.

              • GS sagt:

                Dass Aktien w.g. Staatspleiten steigen, wäre eine Mehrheitsmeinung – ist ja auch neheliegend.

                Um die Ecke gedacht könnte es sein, dass diese These entfällt, weil sie so weit verbreitet ist.

                Begründung: Viele Unternehmen existieren nur noch, weil sie der Staat stützt, besonders Blue Chips.

                Entfällt die Protektion, sinken die Gewinne.

                Deshalb: Aktien sind grundsätzlich bei Staatspleiten gute Investitionen. Man müsste genau hinschauen, wer das Geld bekommt und was damit getan wird.

                Wenn Autohersteller davon sprechen, dass der Staat Elektroautos fördern muss, zeigen sie, dass sie keine guten Investments in der Krise darstellen.

                Unternehmen, die weitgehend aus eigener Kraft produzieren, wären die bessere Alternative – und die sind (leider) kaum bei den Blue Chips zu finden.

        • GS sagt:

          Der Ausbruch über die 5.700 / 5.730 störte das Gesamtbild. Der DAX hätte im Idealfall des Bärenszenarios daran scheitern sollen.

          Dass der DAX mit 5.830 in eine Bullenfalle lief, ist natürlich sehr gut möglich. Das zeigen jetzt auch die von Ihnen angesprochenen Indikatoren. Und schließlich war auch das Januar-Gap zu schließen.

          Danach kann der DAX jetzt gemeinsam mit dem Bund Future fallen.

          Spannend ist die extrem gegenläufige Entwicklung der beiden Euro A/D-Linien:

          http://www.movingmarkets.de/trends/charts/dev.php

          Gegen die “großen” Währungen ist der Euro stark. Gegen den Rest der Welt ist er schwach.

          Währungen gehörten bisher zu einem nur schwer analysierbaren Gebiet. Mit den A/D-Linien leuchtet im Dunklen ein Licht.

          Und sorry, dass die Berichte in den vergangenen Tagen etwas knapper wurden. Viele Admin-Arbeiten waren im Hintergrund zu erledigen. Hätte mich vierteilen können ;-)

    • GS sagt:

      Das bedingungslose Grundeinkommen nach Götz W. Werner(Trend Gedanken vom 21.09.2009) ist übrigens auch eine Lösung für die häusliche Pflege. Viele Menschen wären bereit, ihre Angehörigen zu Hause zu pflegen, wenn das grundsätzliche Einkommen dafür vorhanden wäre.

      Aber Frau Schröder strebt – Klientelpolitik betreibend – eine Versicherungslösung an. Jeder Bürger, jedes Unternehmen soll bitteschön einer Versicherung das Geld geben, damit spätere Kosten aufgefangen werden. Welche Folgen das hat, sehen wir an den explodierenden Kosten im Gesundheits- und Pflegesystem.

      Ich unterstelle der FDP, dass sie das Thema der häuslichen Pflege entdeckt, um für neue Einnahmen der Versicherungen zu sorgen.

  22. Marcus sagt:

    ich lese auf vielen Seiten und Foren, dass der Dax nur fallen kann, da er noch den Gap zwischen 5605 und 5641 schließen muss und wird? Ist das wirklich so sicher? Müssen bzw. werden Gaps immer geschlossen? Ein Kurssturz auf 5600 wäre ja doch schon einiges…

    • SirTP sagt:

      Bin immernoch dabei. Die Party nach oben geht weiter. Morgen früh nochmal Longs kaufen!!!

  23. Börsentiger sagt:

    Ist doch großartig, wenn alle behaupten, dass der DAX nur fallen kann. Das bedeutet, dass alle diese gar nicht oder short engagiert sind und daher wird genau diese Einstellung der Masse den DAX weiter nach oben treiben.

    • GS sagt:

      Der Pessimismusgrad ist tatsächlich größer, als mir als skeptischer Beobachter lieb sein kann. Sie sehen das anhand des Hysterieindikators:

      http://www.movingmarkets.de/hysterieindikator.htm

      Der Indikator blieb gedrückt, während der DAX kletterte.

      Für die Bären wäre es wichtig, dass der Hysterieindikator stärker als der DAX zulegt. Natürlich kann der DAX auch mit schwächerem Hysterieindikator fallen. Aber die Wahrscheinlichkeit fallender Notierungen wäre größer, wenn sich der Indikator wie zum Jahreswechsel oder anfang Februar verhält.

      • john sagt:

        hallo,ich mische auch ab heute wieder mit,war eine woche im urlaub,innerhalb deutschland.hab nur mal ab und zu auf ntv geschaut was der dax so macht.erschreckend ist zu lesen,das die sec verfügt hat bei bankenkrisen den banken das recht einzuräumen geldmarktkonten zu schliessen und nicht auszuzahlen.ausserdem gabs eine mitteilung von der citibank,das sie ab 1.4. sich das recht vorbehalten jederzeit auszahlungen vom girokonto erst nach 7!!!! tagen zulassen.bei europäischen banken rechnet man auch bald mit solchen massnahmen.also ich denke mal in den nächsten monaten wirds noch heftige verwerfungen geben.

  24. Herbert sagt:

    @ Marcus.

    Sie würden sich sehr um dieses Forum verdient machen, wenn Sie eine Liste der Links zu solchen eindeutig klaren Aussagen der Foren zusammenstellen könnten. Andere wie ich machen sich auch die Mühe, dem Forum gewisse Einsichten bereit zu stellen. Ihr Beitrag würde dann zwar scheinbar zunächst erstmal “verschluckt”, weil Gert Schmidt ihn wegen der einkopierten Links erst manuell genehmigen muss. Hätten Sie vielleicht die Zeit, Marcus, beim nächsten Stöbern eine slche Übersicht zu erstellen? Eine Hand wäscht die andere. Dann nehme auch ich mir weiterhin die Zeit, Euch mit meinen Daten zu versorgen. Mir wäre eine solche Dokumentaton der Foren mit Links sehr wertvoll. Denn dann wäre man immunisiert, wenn einen “der Herr Tiedje” wieder mal mit einer Crashansage erschreckt. Ich habe eine Sammlung seiner grandiosen Schieflagen. Ich möchte mehr von den “üblichen Verdächtigen” aus den Foren griffbereit liegen haben. Natürlich lag Tiedje auch oft richtig, kein Thema ….

  25. Stock Ex sagt:

    @börsentiger: excellente Berichte – bester Kommentarschreiber – vergelts Gott und bitte weiter so

  26. Börsentiger sagt:

    Die genannten kurzfristigen Kursziele DAX 5850 und SPX 1130 wurden heute erreicht. Man muss demnächst bzw. in den nächsten Handelstagen mit einem Bärenangriff rechnen. Längerfristiges Kursziel DAX 6000 bleibt aber wie angekündigt.

    • john sagt:

      ich würde sagen,das der dax nicht höher als 5880/90 geht,da dürfte erstmal schluss sein….bin short