Versorgungsprobleme

Die Produktion von Sojabohnen, wichtigste Grundlage für Viehfutter, eilt von Jahr zu Jahr zu neuen Rekorden. Der Hunger nach den Bohnen erscheint unermesslich – und das bei ausgelaugten Böden, die nur noch mit Hilfe von Düngemitteln und Gentechnik die erforderlichen Erträge liefern. Fruchtbare, schwarze Erde gibt es in Europa nur noch in gefährdeten Insellagen.

Hier sehen Sie die Steigerungsraten der Produktion der vergangenen Jahre:

Sojabohnen - Jahresweltproduktion
Quelle: RSG Partner GmbH, Freising, The Hightower Report

Daraus folgt: Hätte es die explosionsartige Steigerung der Produktion, den Raubbau am Regenwald, Einsatz von Insektenvernichtungsmitteln, Gensaat, nicht gegeben, müssten wir heute mit massiv höheren Preisen bei Lebensmitteln umgehen, insbesondere für Fleisch.

Die industrielle Landwirtschaft auf Basis von Erdöl und dem Raubbau an Natur, Umwelt, Mitwelt, ermöglichte den Lebensstandard, den wir heute kennen und genießen. Insbesondere der Wunsch nach Wirtschaftswachstum und Wohlstand trägt weltweit zum hohen Ressourcenverbrauch bei, z.B. bei der Fleischproduktion.

Dieser Zusammenhang wurde auch von der chinesischen Führung erkennt, so dass dort die Zinsen erhöht wurden, um das Wachstum auszubremsen und eine Konsolidierung einzuleiten.

Bei unveränderten Konsumgewohnheiten droht angesichts der Wachstumsraten der Verbräuche (= Wachstum der Weltbevölkerung und Wirtschaftswachstum) langfristig ein Kollaps. Sollte es 2011 erneut Missernten geben, könnten die Preise explodieren und einen ersten Vorgeschmack dazu liefern.

Insbesondere in den Städten wird jeder Quadratmeter benötigt, um Anbauflächen zu nutzen, bzw. auf brach liegenden alten Flächen nach dem Muster der Prinzessinnengärten herzustellen, um die Versorgung der Bevölkerung aufrecht halten zu können.

Weitere Hintergrundinformationen zu dem Thema erhalten Sie in dem Film “Food, Inc. – Was essen wir wirklich?“, der am Sonntag, 13. Februar 2011, 22.10 Uhr, in einem der wenigen guten Fernsehsender, 3sat, ausgestrahlt wird.

http://www.3sat.de/page/?source=/ard/sendung/151494/index.html

Weitere Filme zur Nachhaltigkeit: http://filmefuerdieerde.ch/

Kommentare

33 Antworten zu “Versorgungsprobleme”

  1. Börsentiger sagt:

    Die notorischen Shortfanatiker wollen offensichtlich erst aufgeben, bis das ganze Kapital verbrannt ist. Warum kann man nicht die Geduld aufbringen auf eine Umkehrformation zu warten? Hier in diesem Forum wurde schon oft genug vorgeführt, welche Resultate das Shorten in den Aufwärtstrend bringt. Über so viel Sturheit kann ich mich nur wundern. Diese Verluste können auch mit einem Zufallstreffer nie mehr aufgeholt werden. So viel steht fest.

    • GS sagt:

      Beim DAX bleibt es sinnvoll, den Kursanstieg mit Skepsis zu betrachten. Der Markt wird von einer medial inszenierten Inflationsphantasie getrieben.

      So erhalten die Kurssteigerungen von Blue Chips die Qualität einer “offensichtlichen Normalität”: Anstatt auf Edelmetalle zu verweisen, werden Sachinvestments mit dem Kauf von großen Konzernen verbunden und angeraten.

      Sogar die Pennystock-Tippdienste gibt es wieder.

      Es gibt seit Mitte 2009 Anleger, die dieses Kurssteigerungen als Geschenk gern annehmen.

      Deshalb bin ich weiterhin gespannt, wie sich diese Situation in einigen Jahren erklären lässt.

      Das Timing zur Eröffnung der jüngsten Shortpositionen war gut genug, um weiterhin mit diesen Signalen zu arbeiten.

      Die Positionen liefen in die Gewinnzone und weckten die Erwartung auf weitere höhere Short-Gewinne. Weil das zu Leichtsinn verführte und sinnvolle Stop-Marken unbeachtet blieben, besteht beim Ausstiegstiming für die DAX-Strategie Verbesserungspotenzial.

      ** **

      Die Beobachtung der Rohstoffmärkte erscheint ebenfalls interessant. Hier ein Überblick über bestehende Positionen des Sojakomplex-Depots:

      Kakao, LONG 3.261, März 2011, aktueller Kurs 3.364 (+ 3,15 Prozent)

      Silber, LONG 28,555, März 2011, aktueller Kurs 29,995 (+ 5,04 Prozent)

      Sojaschrot, LONG 338,1, Mai 2011, aktueller Kurs 382,1 (+ 13,01 Prozent)

      Kakao, LONG 2944, Juli 2011, aktueller Kurs 3.363 (+ 14,2 Prozent)

      Raps, Short 457, August 2011, aktueller Kurs 454,75 (+ 0,49 Prozent)

      US Weizen, LONG September 2011 zu 900, aktueller Kurs 950,4 (+ 5,6 Prozent)

      EU Weizen, LONG November 2011 zu 232, aktueller Kurs 243,50 (+ 4,95 Prozent)

      Sojaschrot LONG 282,10, Dezember 2011, aktueller Kurs 359,8 (+ 27,54 Prozent)

      Gold, LONG 1.211.70, Dezember 2011, aktueller Kurs 1.366,8 (+ 12,8 Prozent)

      Gold, LONG 1.232,40, Dezember 2012, aktueller Kurs 1.387,1 (+ 12,5 Prozent)

      Light Sweet Crude Oil (WTI), LONG 79,76, Dezember 2013, aktueller Kurs 99,12 (+ 24,27 Prozent)

      Gold, LONG 1.450,70, Dezember 2013, aktueller Kurs 1.484,3 (+ 2,3 Prozent)

      Zur Gesamtperformance seit 2006:

      http://www.sojakomplex.de/?page_id=32

      Einen Überblick über die jüngsten Kursveränderungen des Rohstoffmarktes gibt es auch bei Trend Gedanken.

      • john sagt:

        zur zeit scheint man aus anleihen zu flüchten und in aktien zu gehen.am 11.2 sollen einige investoren portugiesische staatsanleihen verkauft haben,weshalb die spreads einen neuen rekord erreichten und die ezb intervenierte.wir dürften jetzt in phase 4 sein.steigende rohstoffe,steigende aktien,fallende bonds.1978 bis 81 war es ebenso,dann erfolgte ein krachender absturz.wann da shier passiert ist schwer zu sagen.zur zeit scheint man wirklich inflationsschutz zu suchen,den man so lange findet,solange “alles wird gut” auf der realwirtschaftlichen seite gespielt wird.
        in phase 5 lässt die dynamik des aufschwungs nach.der aktienmarkt hat seinen gipfel erreicht.rohstoffe und zinsen steigen weiter,anleihen fallen.phase 6 geht in eine rezession über,alle assetklassen fallen,zinsen steigen weiter…mal sehen ,ob es so kommt.

      • john sagt:

        vom “wellenreiter” wurde der januar und februar als turbo bezeichnet,aufgrund des “präsidentschaftszyklus”.demnach soll der hochpunkt im markt spätenstens mitte märz erreicht sein.die muster weissen darauf hin,das ein grossteil des pulvers für 2011 und 12 schon 2009 und 10 verschossen wurde.bin gespannt wann eine korrektur kommt……

        • Oldie sagt:

          @John

          den Schwachsinn de’n Sie hier regelmässig veröffentlichen, kann ein einigermassen erfahrener Investor ohne mit der Wimper zu zucken getrost überlesen. Für alle Anderen sind ihre Artikel sehr gefährlich. Ich würde Ihnen einen Maulkorb verpassen.

          • GS sagt:

            john trägt zusammen, was Massenmedien berichten und schreiben + erlaubt sich eine eigene Meinung dazu.

            Gefährlich wird es, wenn es wegen vielerlei Maulkörben eine Einheitsmeinung gibt und die Lemminge alle in die gleiche Richtung laufen (müssen).

            Und: Für jeden Käufer werden Verkäufer benötigt. Das funktioniert nur, wenn es konträre Meinungen gibt – die Natur des Handels.

            Wie ist Ihre Meinung zu den Märkten?

            • Tracko sagt:

              @ oldie —sie sollten es dann nachweisslich besser können —also bitte !!
              fakten

          • john sagt:

            @Oldie:vielleicht sind sie ja auch einfach nur zu alt um das zu verstehen……
            einen teil der letzten aussagen hat timpatternanalysis veröffentlicht und dahinter steht ein klaus singer,der seit 1997 industrieberater,marktforscher und finanzanalyst ist.er hat auch das buch”weltsichten-weitsichten” veröffenlicht.sie wollen doch nicht im ernst behaupten,dass er schwachsinn schreibt.aber diese meinung können sie ihn ja auf seiner seite selber schreiben.
            ich würde vorschlagen,sie setzen sich wieder in ihren schaukelstuhl,lassen sich tee von ihrer frau bringen(das beruhigt ungemein) und lesen mal etwas über zyklen und wie sie funktionieren.vielleicht schaffen sie es ja dann sogar, noch vor ihrem ableben(weiss ja nicht wie alt sie sind) hier noch was lesenswertes reinstellen.ich weiss nicht wonach sie handeln,vielleicht gehen sie ja short,wenn beim teetrinken etwas auf ihre hose schwappt,das ist ja dann ein schlechtes omen….
            ansonsten hab ich zu solchen kommentaren nichts mehr zu sagen,eigentlich waren es diese zeilen auch nicht wert.

  2. JL sagt:

    Zu der Verwendung von Soja, im Viehfutter ist die Bedeutung nicht all zu groß. Geflügel oder Schweine sind die größten Sojafresser.
    Zum Anbau, Soja ist ja eine Leguminose http://de.wikipedia.org/wiki/Leguminosen
    Ich kenne keine Pflanze die mit so wenig Dünger auskommt. Soja braucht nur ein bisschen Phosphor und Kali. Dazu bringt sie für die nächste Kultur wieder einen guten Vorfruchtwert!
    Zum GVO, Ich kenne keinen wirklichen Grund warum das GVO im Soja bis jetzt gebraucht wird. Nach 3 Jahren GVO anbau muss zum RoundUp wieder konventionelles PSM gemischt werden, damit das Unkraut vernichtet wird.

  3. hsagra sagt:

    @john – mit Ihrem Replik-Eintrag, der verständlicherweise emotional gesteuert sein dürfte, betreten Sie eine Ebene, die wir in diesem Forum nicht nötig haben. Sowohl der Schlag unter die Gürtellinie von Oldie (”Schwchsinn”) als auch die Unterstellungen (”…baldiges Ableben”) in der Antwort sind geschmacklos. Wir sollten uns dieser Töne nicht befleissigen.

    • john sagt:

      ok,hsagra,ihre meinung,daraus muss auch keine diskussion entstehen,wo das “unter der gürtellinie” anfängt.und ich hatte ja geschrieben “vor seinem ableben” und nicht “baldig”,dass heisst doch nicht,das ich es ihm wünsche.deshalb hab ich ja noch dazu geschrieben,das ich nicht weiss,wie alt er ist.und das baldige ableben allgemein steht heute ausserdem in keinem verhältnis mehr zu dem ,was man noch schaffen kann.manche fangen mit über 50 nochmal mit selbständigkeit einen neustart an,andere haben sich mit 45 schon aufgegeben,weil sie keinen job mehr haben bzw. bekommen und auch keine ideen und oft auch keinen mumm haben.

      • john sagt:

        @hsagra:um das emotionale anzusprechen.ich hab ein paar mitarbeiter,die auch nur vorschläge oder anordnungen zu kritisieren haben.frag ich dann aber mal,ob sie einen besseren vorschlag machen können, kommt gar nichts oder nur dünnes.ich weiss nicht,wie man so durchs leben gehen kann.wenn ich etwas kritisiere,habe ich wie viele andere doch IMMER einen anderen vorschlag,alles andere hat doch logischerweise keinen sinn.
        naja,ich denke wir lassen das thema einfach ruhen,bin ja auch für respektvolle kommunikation.

  4. Schwallbacke sagt:

    Schlechte Konjunkturdaten (ZEW-Index) und die Unruhe im Iran und anderen arabischen Ländern wird dem Dax jetzt endgültig den Rest geben. Denke das demnächst (heute oder morgen) der Anfang gemacht.

    • Anveka sagt:

      Wenn wir schonn am Austausch kritischer Meinungen sind:

      Vergleichbare Ansagen von Ihnen habe ich gefunden für den 16.1. (DAX7077), 20.1. (DAX7053), 21.1. (DAX7071), 9.2. (DAX7328)) und 11.2. (DAX7393).

      Selbst wenn in den nächsten Tagen eine mehr oder minder deutliche Korrektur folgen sollte, ist das nicht unbedingt eine glänzende Bilanz.

      • Schwallbacke sagt:

        Hier geht es nicht um Bilanzen, sondern um Feststellungen. Bei 7070 war der Dax schon eigentlich fällig und bis mindestens dorthin wird er auch wieder korrigieren, denke eher noch weiter drunter.

        Die Frage ist doch, welchen Grund gibt es das der Dax so nach oben übertreibt, also was treibt ihn sozusagen an. Ich denke es gibt absolut keinen plausiblen Grund, trotzalledem ist er gestiegen, das ist schon Wahnsinn!
        Ich kann ihnen dagegen umso mehr Gründen nennen wieso er eigentlich in die andere Richtung drehen müsste und dies schon lange.

        • Anveka sagt:

          Ich untermauere i.A. jede meiner Ansagen/Vermutungen mit einer konkret benannten Transaktion. Wenn ich den Mut zur Transaktion nicht hätte, würde ich auch die Ansage nicht machen. Die Qualität der Ansagen kann ich dann am Depotstand ablesen. Die in Kauf genommene Blamage ist Absicht und hat erzieherische Wirkung. Klar, dass eine Korrektur kommen muss, die Frage ist nur wann, das Timing ist das Entscheidende!
          Über die Logik des Kursanstiegs mache ich mir schon lange keine Gedanken mehr, sondern akzeptiere den Kursverlauf, so wie er ist und schneide mir dann und wann ein Stückchen vom Kuchen ab. Seit 3/2009 sehen wir einen klaren, ungebrochenen Aufwärtstrend, das sind fast 2 Jahre!!
          Gelegentlich wage ich auch in dieser Phase eine kurze Short- Spekulation, aber das geht oft schief. Auch in diesem Moment sitze ich auf Shortpapieren, die erst bei 7335 wieder den break even erreichen. So gesehen wünsche ich Ihnen eine gute Trefferquote für Ihre aktuelle Prognose.

  5. JL sagt:

    Zu der Verwendung von Soja, im Viehfutter ist die Bedeutung nicht all zu groß. Geflügel oder Schweine sind die größten Sojafresser.
    Zum Anbau, Soja ist ja eine Leguminose http://de.wikipedia.org/wiki/Leguminosen
    Ich kenne keine Pflanze die mit so wenig Dünger auskommt. Soja braucht nur ein bisschen Phosphor und Kali. Dazu bringt sie für die nächste Kultur wieder einen guten Vorfruchtwert!
    Zum GVO, Ich kenne keinen wirklichen Grund warum das GVO im Soja bis jetzt gebraucht wird. Nach 3 Jahren GVO anbau muss zum RoundUp wieder konventionelles PSM gemischt werden, damit das Unkraut vernichtet wird.
    Dummerweise können die Landwirte die neuen Sorten nur noch als GVO kaufen. Sie haben keine Wahl.

  6. Börsentiger sagt:

    Die hier seit fast 2 Jahren immer wieder zu lesenden “Beschwörungsformeln”, dass der DAX morgen oder übermorgen oder demnächst korrigieren muss, sind nichts anderes als Wünsche aufgrund falscher Positionierungen. Dahinter steckt pure Emotion und vergangenheitsbezogene Einschätzung der Börsen situation. Leider kann man nun einmal mit Hebelprodukten nicht ohne Verluste auf das erwünschte Ergebnis warten. Das TIMING ist entscheidend und es gibt derzeit nach wie vor wenig Gründe eine Shortposition einzugehen. Es gibt aber viele Gründe einfach zu warten, bis der Trend kippt und sich dann short zu positionieren. Die Umsätze sind überall gering und zeigen keinerlei Euphorie, obwohl die Umfragen ein sehr positives Sentiment zeigen. Jeder sieht im Chart einen sehr langen, steilen Aufwärtstrend. Aber jeder, der von Trading nur einen Funken Ahnung hat, sollte eigentlich wissen, dass diese Chartformation noch lange kein Merkmal für eine Korrektur ist. Im Gegenteil, das ist ein Anzeichen eines völlig intakten Trends. Und so lange dieser Trend ungebrochen anhält, ist die Wahrscheinlichkeit von Profiten mit einer Longposition noch immer größer als mit einer Shortposition.

    • john sagt:

      genau,das timing ist wichtig.daher kann man auch ,wenn man ein gutes händchen für short hat,wie einer meiner kollegen,mehr kohle abziehen als mit longs.kommt ja immer auf die grösse der position an.wenn ich mit 500 scheinen long gehe und nehme nach 8 Tagen 200 pips im dax mit,ist das toll.ebenso kann ich aber 5000 shorts kaufen und hab diesselbe kohle mit 20 pips in 20 min.also ist es aus sicht eines aktiven trades völlig wurscht wohin der markt geht,hauptsache man ist richtig positioniert und etwas flüssig.
      plant man dagegen längere positionen,wie herr schmidt,dann ist es manchmal besser sie im plus zu sichern,er hat sie ja auch dazu geäussert.

      • Klewe sagt:

        @ John – Eine ziemlich ‘naive’ Aussage! Ich empfehle Ihnen ernsthaft, sich mal mit den Themen Risk – und Moneymanagement sowie dem Begriff CRV (Chance-Risiko-Verhältnis) zu beschäftigen.

        Dies nur mal als Einstieg: http://www.godmode-trader.de/wissen/index.php/Chartlehrgang:Moneymanagement

        P.S.: Ich bin Kaffee-Trinker

        • GS sagt:

          Moneymanagement ist sicher nützlich. Computer lassen sich mit den Ein- und Ausstiegsregeln programmieren, so dass erfolgreiche Transaktionen stattfinden.

          Jeder Marktteilnehmer sollte wissen, dass es möglich ist, Dartpfeile zu werfen und daraus mit einem Moneymanagement-System Gewinne zu produzieren. Dazu könnte es ausreichen, einmal täglich 30 Minuten Zeit zu investieren, Stops nachzuziehen, Gewinne mitzunehmen oder neu einzusteugen.

          Also: Strategisches Moneymanagement ist eine feine Sache. Es gibt dazu viele Seiten im Internet, die sich mit einer solchen Vorgehensweise beschäftigen. Wer das hier vermisst, findet reichlich Auswahl auf anderen Seiten. Das Thema ist abgegrast und bietet nichts Reizvolles, um darüber zu schreiben.

          Dennoch: Wer das hier einmal live vorführen möchte, ist herzlich eingeladen.

          Viel interessanter – und aus Investor- und Bürgersicht sinnvoller ist es, die Nachrichtensituation und Vorgänge in Wirtschaft und Gesellschaft zu analysieren und Indikatoren zu haben, die diese Trends nachzeichnen können.

          Hierbei geht es darum, die vielen Rätsel und “Alternativlosigkeiten”, die unsere Volksvertreter uns vorsetzen, zu deuten und daraus Rückschlüsse für das Anlageverhalten (und für Entscheidungen im Alltag) zu ziehen. Die Börsen bekommen zunehmend gesellschaftspolitische Relevanz – und das nicht nur in muslimischen Ländern. Letztendlich sind wir alle Ägypter, weil es um Entwicklungen der Menschheit geht.

          Aus diesem Grund ist es z.B. seit 1999 sinnvoll, im Goldmarkt zu investieren, physisches Material zu besitzen und es auch nach einer Versiebenfachung immer noch zu halten – und zwar gleichgültig, wie die Charts aussehen oder was Moneymanagement dazu sagt. Wenn dann auch noch Indikatoren diese These stützen, ist das ideal.

          Derzeit wird viel über Inflation gesprochen und dass Aktien als Sachanlagen die bessere Alternative seien, so dass das aus antizyklischer Perspektive stutzig macht – und auch das wird von Indikatoren gestützt.

          Das Schwanken der Preise und gleichgültige Beobachten als “Trader”, sollte immer weniger Grund sein, sich mit der Börse zu beschäftigten.

          Wichtiger ertscheint es, als “Investor” auf Trends zu schauen – und das gilt an der Börse genauso, wie für Einkäufe im Supermarkt. Denn auch beim Einkaufen zur Versorgung werden Anlageentscheidungen für Sachinvestments getroffen.

          Gespräche, die in diese Richtung gehen, sind sehr interessant, wie auch z.B. der Beitrag von JL oder die Warenbörsen und Agrarsituation.

          Denn DAS ist unser Problem:

          http://www.youtube.com/watch?v=Ulxe1ie-vEY

          Dabei geht es auch nicht darum, ob und wieviel Öl noch unter der Erdoberfläche gelagert ist. Wir zerstören die Umwelt und entziehen uns dadurch die Lebensgrundlage. Jede Million Barrel gefördertes Rohöl ist ein Sargnagel mehr.

          Geld könnte so sinnvoll eingesetzt werden. Statt dessen wandert es immer wieder in die falschen Kanäle, die an der Zerstörung der Umwelt fleissig mitarbeiten.

          • GS sagt:

            Erste positive Tendenzen gibt es hier:

            Der US-Ölmulti soll für die schweren Umweltschäden in Ecuador aufkommen
            http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_wirtschaft/article12560797/Milliardenstrafe-fuer-Chevron.html

            • tom22 sagt:

              GS@ Das Verfahren mit Chevron läuft seit 1993! Glauben Sie wirklich, dass es jetzt entschieden ist. Die legen Einspruch ein und das Verfahren geht noch weitere Jahre.

              • GS sagt:

                Ja, die Wahrscheinlichkeit ist leider groß, dass Chevron nicht bezahlt.

                Wichtig ist das neue Denken, das mit dem Urteil verknüpft ist – und das Selbstbewusstsein, mit der Richter das Urteil gesprochen hat.

                Er bräuchte von jedem Autofahrer und jedem Zahnbürstenbenutzer der Welt ein Dankeschön, dass er die Umweltverschmutzung an den Pranger stellte.

                Solche Kosten müssten auch in Produkten verarbeitet werden, damit wir unseren Kindern keinen Müllhaufen als Planeten hinterlassen und sich die Unternehmen darüber Gedanken machen, wie schädlich sie sich verhalten.

        • john sagt:

          mein lieber klewe….dann trinken sie wahrscheinlich kaffee,der mit tee versetzt ist……, erklären sie mir mal was der unterschied ist,wenn ich bei 500 scheinen bei 100 punkten minus ein sl setze oder bei 5000 scheinen bei 10 punkten.das ist nämlich gar keiner……..
          ausser,das natürlich die wahrscheinlichkeit bei 10 punkten ausgestoppt zu werden immens hoch ist.aber wenn man einen höheren gewinn haben will,muss man ein höheres risiko eingehen,oder sehen sie das anders???? und wenn es mein depot verkraftet,dann ist doch nichts dagegen einzuwenden.das war ja ausserdem nur ein beispiel, 5000 scheine kaufe ich seltener,grössere stückzahlen jetzt eher in richtung long bei absackern.

          • Klewe sagt:

            puh, nee so etwas würde ich nie trinken….verschweige denn verschütten…

            Bei einer Tagesrange von gestern 44.45 Punkten im DAX ist keine Sicherheit in dem 5000ner Trade. Das schreiben Sie ja selber. Die Idee des erfolgreichen Traders ist es ja gerade Chance und Risiko immer in der ‘Balance’ zu halten (Sie schreiben ja richtig 2:1, besser noch 3:1), alles andere ist doch nur Zockerei oder nur Glück.

            • john sagt:

              @klewe:wie gesagt,zur zeit kauf ich nie mehr als 1000 stücke,eher weniger.und wenn dann long,short sind bei mir zur zeit fast ständig im depot.also sollte es beim kauf grösserer stückzahlen mal plötzlich absacken und der sl um ein paar cent unterschritten werden,bevor er ausgeführt wird,hab ich immer noch meine shorts zur absicherung bzw.lass mich im ernstfall dann auch einstoppen.passt schon.

          • john sagt:

            @klewe:grössere stückzahlen konnte man gestern schon handeln.nicht gleich 5000,aber so 500 bis 1000 und eventuell nochmla nachkaufen.die gefahr ,dass der dax durchbricht,war ja sehr gering,so fest wie der zur zeit ist.da könnte höchstens freitag zuim verfall was passieren.

  7. Schwallbacke sagt:

    Der Dax könnte rund 700 Pkt korrigieren, dann besteht immer noch der Aufwärtstrend. Dies wäre nur gesund, regelmässiges Luftablassen um anschliessend den Trend fortzusetzen ist wichtig.

    • GS sagt:

      Angesichts des aufgeblähten Zustands und der Verdauungsstörungen der Wirtschaft, sowie der drogenabhängigen Diva Börse hat der DAX ein deutlich höheres Abwärtspotenzial.

      Es ist eine Selbsttäuschung der Politik, durch Veränderung der Stimmung mit der Wirkung von viel Geld könnte die Realität verbessert werden.

  8. Klewe sagt:

    Weil ich direkt angesprochen bin, fasse ich unsere Diskussion nochmal zusammen:

    Sie haben in ‘unserem’ Eingangspost Trades vorgeschlagen, bei denen der SL kleiner als die Tagesrange ist (Annahme CRV mindestens 2:1). Auf meinen Hinweis hier CRV und Risk- und Moneymanagement zu beachten – und damit habe ich Ihnen solche Trades nicht verboten – erwiderten Sie, sowas (gemeint sind 5K ) nicht zu handeln.
    Leider kann ich Ihnen bei der Berechnung Ihrer Positionen zur derzeitigen Marktlage nicht helfen. Das müssen Sie mit den einschlägigen Formeln plus Ihrem Depot und ihrer Risikobereitschaft selber tun.

    Danke für den Hinweis auf den kleinen Verfall heute.

    • john sagt:

      @klewe:ich handel schonmal grössere stückzahlen,hab auch mal sehr viel über 5000 stück gehabt,aber da geht der blutdruck schon ganz schön hoch.so mit 500 bis 1000 stück fühl ich mich noch wohl,hab jetzt wieder 500 shorts drin,die letzten bei 7420 gekauft.
      was moneymanagment betrifft versuche ich auf jeden fall so zu handeln,das ich an meinem depot noch einige jahre lang freude habe ohne nachschiessen zu müssen.wenn mal grössere gewinne aufgelaufen sind ,riskier ich mehr,bei verlusten werde ich vorsichtiger.