Edelmetalle als Ersatzwährung

Im Gegensatz zu anderen Rohstoffen zeigen die Prognose Indikatoren für Gold und Silber aufwärts.

Offenbar entsteht eine Abkoppelung der Edelmetalle von den Trends der anderen Märkte. Sogar die Talfahrt bei Aktien ging spurlos an ihnen vorüber. Während Gold vor Jahren sensibel auf Preisrückgänge bei Aktien reagierte, gab es diesmal nur einen kleinen Rücksetzer.

Es ist spannend, sich über die Phantasie der Märkte Gedanken zu machen, warum die Notierungen steigen könnten.

Mögliches Szenario: Die Edelmetalle sind weiterhin als Sicherheitsinvestment gefragt. Private Anleger gehören ohnehin schon seit Jahren zu den Käufern. Neu wäre es – und das könnte einen kräftigen Preisschub auslösen -, wenn Unternehmen einsteigen, um die Metalle als Sicherheiten für Kredite zu hinterlegen.

Wir dürfen gespannt sein, wann die ersten Berichte auftauchen, dass ein Unternehmen die Beteiligung an einer Gesellschaft in Gold bezahlt. Dass Beteiligungen in  Aktien bezahlt wurden, war bisher nichts Ungewöhnliches. Ein Edelmetall-Merger wäre neu und insbesondere für den Dollar-Raum interessant. Eine solche Nachricht würde den Edelmetallpreis regelrecht explodieren lassen und den US-Dollar in den Keller schicken.

Zum aktuellen Zeitpunkt wäre es sicher verfrüht. Aber sollten die Notierungen auf 2.000 bis 3.000 USD/Unze gestiegen sein, werden solche von Edelmetall gedeckten Übernahmen interessant. Denn während Euro und USD an Wert verlieren, sieht es bei Gold und Silber besser aus. Es waren bisher die einzig frei handelbaren Währungen, deren Wert kontinuierlich und planbar zulegte.

Es bleibt für das Moving Markets Depot aussichtsreich, die Goldminen und das physische Material zu halten.

Kommentare

  1. börsentiger meint

    Das ist mir auch aufgefallen, dass die Korrelation zwischen Gold und Aktien wieder zurückgegangen ist. Vor den 90er Jahren, wenn ich mich recht entsinne, hat Gold allerdings bei Börsencrashszenarien stets zugelegt.
    Dann kam die Phase, wo Gold bei sinkenden Aktienmärkten ebenfalls nach unten tendiert hat. Jetzt scheint es wieder wie früher zu sein, dass Gold als sicherer Hafen angesteuert wird. Die „Wirtschaftswaisen“ haben immer irgendeine Erklärung gefunden. So wie bei den Aktien. Derzeit wird allerorten vorausgesagt, dass die Börsenkrise bis Sommer dauern wird.
    Sei’s drum, jedenfalls Voraussagen der „Wirtschaftswaisen“ treffen nie ein.

  2. Jutta meint

    @GS

    ich muss schon sagen, Sie eilen der Zeit immer ein weites Stück voraus. Mit Ihrer Fantasie wären Sie gut geeignet für Zunkunftsliteratur, ähnlich wie Jule Verne. D.h. nicht dass Sie falsch liegen, nur weit voraus. 😉

  3. john meint

    ich würde eher sagen,das bei stark fallendem markt auch das gold fällt,war schon öfter so,das dort gelder geparkt wurden und wenn es dann an cash fehlt,wird das gold wieder verkauft

  4. jakeblake meint

    Hier noch ein undogmatischer Ansatz, der noch weitergeht. Gold und Silber sind dabei die monetäre Basis. Grund:

    Als Konsequenz der jüngsten und noch schwelenden Finanzkrise und der vorhergehenden Ausbeutung der Völker auf internationaler Ebene durch das weltweite Monopolkapital ist ein neuer

    Nationalismus

    erforderlich, um das Geld des Volkes vor dem neuerlichen Zugriff der internationalen Hochfinanz zu bewahren:

    • Steuern in der herkömmlichen Weise werden abgeschafft.
    • Das Volk darf nur noch den „Zehnten“ abführen, nicht mehr.
    • Alle Schulden, Zinsen und Zinseszinsen der Bürger sind erlassen, auch die Schuldenlast der Nation.
    • Die Banken unterstehen ab sofort der basisdemokratischen Kontrolle der Nation.
    • Ausgaben für das Militär werden auf das absolute Minimum reduziert.
    • Die nationale Währung ist nach einer Währungsreform durch Gold und Silber gedeckt.
    • Die Verfassungsorgane werden auf basisdemokratischem Weg gewählt.
    • Unabhängig vom Ausgang der Wahl wird jedem Bürger ein Grundeinkommen garantiert.

    Nur so kann die Volksproduktivität erhalten werden und expandieren. Diese Form des Nationalismus wird gewaltfrei etabliert, im Einklang mit den herrschenden internationalen Gepflogenheiten und in Freundschaft
    mit allen anderen Völkern.

  5. meint

    Solche Revolutionen sind nicht nötig, wenn der gesunde Menschenverstand angewendet würde – und zwar bei Anlegern und Vorständen.

    Jeder Aktionär, der von seinem Vorstandsmitarbeiter erwartet, dass er mehr als 7 Prozent Rendite erwirtschaftet, fördert solche Krisen (mit Ausnahme von jungen Unternehmen, die einen neuen Markt erschließen und dadurch schneller wachsen dürfen, wie z.B. Freeplay Energy).

    Denn dann ist der Vorstand gezwungen, mit den riskanten Hebeln zu arbeiten.

    Die natürliche Marktbereinigung reicht aus, um die Systeme wieder zu neutralisieren. Neue Gesetze, Aufsicht usw. sind grundsätzlich nicht nötig.

    Die Kapitalmarktvorschriften, die auf den 2000er Crash folgten, waren schon ein Fehler und brachten ausser der Relegungswut nichts.

    Dass Anleger in allen möglichen Börsenphasen Geld verlieren, wird es immer wieder geben – abhängig von der Risikoneigung und auf jeden Fall unabhängig von gesetzlichen Vorschriften.

    Jede Revolution hat den Nachteil, dass niemand weiss, was danach kommt, wie und ob das Neue funktioniert.

  6. börsentiger meint

    Wenn der Nachmittag keine schlechten Meldungen bringt, könnte es ein gehöriges Short-Squeeze geben.

  7. P.T. meint

    Hallo zusammen!

    Endlich ist für mich geklärt welcher ominöse Käufer Ende 2007 ständig den DAX gestützt hat und den FDAX immer bei 7800 gehalten hat, obwohl USA immer weiter fiel.
    Es war bestimmt der Kamikaze von der Societe Generale. Dessen riesige Position wurde am denkbar ungünstigsten Tag am Montag zwangsliquidiert und führte zum diesem historischen sell off und der zinssenkenkug.
    Wahnsinn, die börse ist ein tollhaus

  8. P.T. meint

    Die Deppen haben die gesamte Position (nach meinen Infos 45 Mrd.) am Montag geschmissen.
    Zitat:
    „Am Wochenende habe die Bankführung über die von dem Mann eingegangenen Geschäfte beraten. „Wir haben am Sonntag um 11.00 Uhr begriffen, dass wir bei diesen Positionen ein riesiges Risiko trugen. Es war unsere Pflicht, die Risikopositionen so schnell wie möglich glattzustellen.“. Das habe die Bank von Montag bis Mittwoch getan. Anschließend wurde der Markt informiert. „Hätten wir am Montagmorgen gesagt, wie die Lage ist, wären die Verluste zehn Mal so hoch
    gewesen.““

  9. meint

    Aha.

    Gut dass es MiFID gibt, „deren Ziel es ist, den Anlegerschutz zu verbessern, den Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt zu fördern und die nationalen Finanzmärkte zu harmonisieren“ – Zitat BaFin.

    Hoffentlich sind hier die Rechtsanwälte auch so schnell zur Stelle, wie bei der Hypo Real Estate.

    So, wie es die SocGen darstellen möchte, müssten die Marktteilnehmer ihr auch noch dankbar sein für die „umsichtige“ Vorgehensweise. Bin gespannt, welche neuen Gesetze sich die EU einfallen lässt.

    Letztendlich sieht man daran, dass „Anlegerschutz“ nach MiFID ein Papiertiger ist, der nur eine Menge Bürokratie verursacht und Beamtenstellen produziert. Das sollte wegen Ineffizienz wieder abgeschafft werden.

  10. Typ 17 meint

    Geld ist einfach nix mehr wert! Man bekommt den Eindruck, das die Großen machen können was sie wollen, irgendwer wird schon wieder Geld auftreiben. Banken machen auch gigantische Gewinne, das sind Summen, die kann ich mir schon gar nicht mehr vorstellen. Und eine Abschreibung von 4,9 Milliarden Euro (also 10.000 Millionen Deutsche Mark), die nur wegen einem Menschen entsteht begreif ich schon gar nicht mehr. Die Börse ist wohl eine Art Swingerclub – einfach jeder mit jedem und alles ist erlaubt. Man weiss ja nicht mehr was man denken soll.

    Ich wünschte, der große Kostolany würde noch unter uns weilen. Es hätte mich sehr interessiert, ob er den Braten gerochen hätte.

    Grüße

  11. SH meint

    @Typ 17:

    4,9 Milliarden Euro in DM zu übersetzen finde ich schon gut, aber die Übersetzung in die reale Welt macht einen erst richtig schwindelig… wie hoch ist wohl der Berg an 2,5 Mrd. Broten? (2 euro pro Brot)

    10cm*2,5Mrd = 250.000 m = 250 Km – okay, ein richtiger Berg wäre wohl mindestens 20 km hoch – boah, aber der Mensch lebt ja nicht von Brot allein, was?!

  12. anveka meint

    sorry, aber da fehlt der kleine Faktor 1000. Das wären dann 250000km, also etwa die Distanz Erde—Mond.

  13. Typ 17 meint

    @ SH,

    die welt wird grad von sehr ungreifbaren relationen geprägt. der crash ist wohl so eine art hautausschlag, eine immunologische überreaktion. und ehrlich, aber ich kann mir weder einen 20 km hohen Berg Brote vorstellen, noch einen Berg, der das tausendfache Volumen hat. aber ich kann mir vorstellen, dass das alles hier eine gute lektion für jeden ist. jeder lernt etwas daraus. grenzen. in meinem fall. und das mit der börse ist genauso wie mit den frauen (wenn man single ist). hat man sich erstmal in eine verknallt, dann dreht sich die welt völlig irrational nur um einen nicht greifbaren angelpunkt. sagt sie dann, nein danke, stellt man schnell fest, das alles echt übertrieben war UND die nächste schönheit schon bald kommen wird. auch sie wird mir den kopf so verdrehen, wie es keine zuvor konnte. also was macht die börse mit uns? kleine und große liebesspielchen, allerdings mit Zahlen, Fakten, Fiktionen und Leidenschaft das Leiden schafft. Es wird immer und immer wieder gute situationen an der börse geben, um mitzumachen, auch wenn 2,5 Mrd. Brote vergammeln, obwohl gleich nebenan die kinder verhungern und epidemien ganze landstriche ausrotten. 4,9 Mrd. Euro hätten wirklich mal helfen können. Es tut mir im Herzen weh… zum Glück sind gedanken kostenlos aber dennoch nicht im sonderangebot.

    Grüße

  14. börsentiger meint

    Der Name des famosen Händlers von SocGen ist bereits veröffentlicht. In seiner Haut möchte ich nicht stecken, ob er alleine schuld ist oder nicht.

  15. Markus Gruber meint

    Vielleicht bekommt der „Schuldige“ eine golden Handschlag und ein Haus auf einer Insel. Das wäre nicht zuviel, wenn man bedenkt, dass sein Arbeitgeber keinen grundsätzchlichen Strategiefehler zugeben muss sondern nur das es einen hundsmiserablen Angestellten hatte.

  16. Damian meint

    Ups, war das eine aufregende Woche ohne Internetzugang :-( Ich war ab Montag Mittag im Ausland und hatte nur Radio und Handy zur Hand. Jetzt bin ich ein fundamentaler Shortie ohne ein einziges Short Investment. Mehr noch, ein Shortie, der kurzfristig long spekuliert 😉 Habe meine privaten ShortDAX ETFs nach der FED Entscheidung kurzerhand glattgestellt. Die FED war ja stärker im Panik als der Markt 😉

  17. P.T. meint

    Herr Schmidt:
    Domain läuft wieder. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass noch andere zeitgleich den Namen registriert haben und sie wieder umgeleitet wird.
    Das kläre ich noch. Ansonten wäre ich an Ihrer Geschäftsidee interessiert. Vielleicht könnte ich die domain auf ihren blog umleiten.
    Ich hab sicherheitshalber noch kerviel.de und jerome-kerviel.com registriert (noch ohne Umleitung).
    Grüße P.T.

  18. meint

    Geschäftidee hat nix mit der aktuellen Situation zu tun, war ein „Gedankensprung“ 😉

    Man müsste versuchen, zu Herrn Kerviel Kontakt aufzubauen, um seine Sicht der Dinge herauszufinden. Wenn Sie dort einen Link auf trendgedanken.de setzen könnten, würde ich mich sehr freuen. Wollen Sie dort noch weitere Informationen über ihn zusammentragen?

    Die Geschichte erinnert mich auch an den Gorbatschow Crash im August 1991.

  19. P.T. meint

    Im Prinzip hat die Societe völlig dilletantisch gehandelt, wenn Sie die 45 Mrd. Position einfach so auf den Markt wirft. Und dann noch an einem Tag wo die Amis Feiertag haben.

    Gemerkt haben Sie den Fraud am Freitag. Eigentlich bliebe genug Zeit zuerst eine noch größere Shortposition in allen Märkten aufzubauen. Dann die Kerviel-Position zu schmeißen und dann wieder unten zu kaufen. Augenscheinlich haben Sie das aber nicht so clever gemacht. Zumal die positive Gegenreaktion am Dienstag sofort wieder abverkauft wurde. M.E. von der SocG selbst, die Respositionen auflösen musste, die sie am Montag noch nicht durchdrücken konnte.

  20. meint

    Das haben die doch sicher so gemacht – und einen Anruf in den Élysée-Palast, nach Berlin und Frankfurt usw.

    Es reagierten alle, die etwas zu sagen hatten, so verdächtig gelassen …

    Das Zuckerbrot und Peitsche-Spiel im Herbst 2007 war schon großartig. Aber das jetzt war der genialste Coup seit Beginn der Kreditkrise!

    Während wir noch rätseln, wird in den Handelsabteilungen der Banken das Geld gezählt.

  21. Typ 17 meint

    statt Kissen- spielen die Geldschlacht und begreifen gar nicht wie unfassbar einfach das für sie war. und sie haben das glück gehabt, dafür nur einen dummen zu brauchen. das spielchen könnte man doch alle paar monate in einer anderen bank wiederholen. verhindern läßt sich das doch eh nicht. für die ganz reichen sind doch die märkte eh zu klein, soll heißen, wenn sie wollen heben sie den markt wie verrückt nach oben oder wie gesehen nach unten. für die ist der markt kneetmasse. aber vom feinsten !

    grüße

  22. P.T. meint

    .. nur die FED haben sie wohl nicht angerufen.
    Das alte Europa hat die Amis außen vor gelasssen?

    Nein, ich glaube eher, dass sie wirklich die Verluste in Kauf nahmen und auf Teufel komm raus liquidierten. Jetzt haben sie den Salat und müssen auch noch um eine Kapitalerhöhung betteln. Ne ne, der Kevriel hat Fehler gemacht, aber die Bankmanager haben durch ihren Fire Sale noch Öl ins Feuer geschmissen und alles verschlimmer.

  23. meint

    Meine Vermutung ist, dass das eine abgesprochene Sache war – und die Zinssenkung kam genau zum richtigen Zeitpunkt.

    Schlimm wäre es gewesen, wenn die Märkte wie 1998 reagiert hätten. Eine Hausse kann jetzt niemand gebrauchen, sondern nur stabile Kurse.

    Die mutmaßliche Hilflosigkeit von US Regierung und Notenbank passt dazu, dass niemand jetzt Aktien kaufen möchte – ideal!

    Ich habe mich gewundert, warum es Anfang Januar so still war bei den Notenbanken. Jetzt liegt die Erklärung auf dem Tisch: Es gelang, die Märkte auf den Boden der Tatsachen zu holen.

    Jeder wusste, dass es irgendwann passieren wird – je früher desto besser. Ein kontrollierter Absturz, der viele Vorteile hat – besonders den, dass mein Szenario eines 12monatigen Abwärtstrends vermieden wurde. Denn das wäre quälend gewesen.

    Jetzt lässt es sich besser aufbauen, das neue Finanzsystem.

  24. Typ 17 meint

    @GS,

    vielen Dank, genau so hab ich es auch gesehen, vor meinem geistigen Auge. Manchmal kommen mir einfach solche Bilder… Wünsche ein Schönes Wochenende in die Runde! Bis später

  25. Jutta meint

    Brisantes gelesen FTD 24/25.01.2007

    Die Ursache
    ….
    George Soros stellt der US-Politik insgesamt ein schlechtes Zeugnis aus. Der Glaube an die immerwährenden Heilkräfte des Marktes sei ebenso falsch wie fatal. „Die totale Freiheit für die Banken, alle möglichen Kreditprodukte aufzulegen und zu verkaufen, hat uns diese Krise eingebrockt. Alles ist außer Kontrolle geraten, und der Markt allein wird es nicht regeln können, dafür brauchen wir schon die Notenbank und Steuersenkungen.“
    ….

    und ihre Folgen
    ….
    Nach der Herabstufung des zweitgrößten US-Anleiheversicherers Ambac droht die Krise der Monoliner, auf die Unternehmen überzugreifen. Dies hätte katastrophale, dramatische Auswirkungen. Der Downgrade der Monoliner war letztlich der Auslöser für den Aktienmarktcrash. Das ist das, was nicht hätte passieren dürfen. Die Bond-Versicherer haben Anleihen im Volumen von mehr als 2.000 Milliarden US-Dollar versichert. Wenn diese Anleihenversicherer ihr AAA-Rating abgeben müssen, dann werden auch die versicherten Anleihen einfach alle downgegradet. Professionelle Investoren, die von ihren internen Richtlinien her gezwungen sind, nur in AAA-Anleihen zu investieren, wären nun gezwungen, diese abzustoßen. Diese Bewertungsanpassungen müssten auch die Unternehmen vornehmen, die zum Beispiel US-Bundesstaatsanleihen in ihren Bilanzen stehen haben. Das würde wieder neue Abschreibungen nach sich ziehen. Wenn der Plan der Versicherungsaufsicht scheitert, die großen Banken dazu zu bewegen, den Monolinern finanziell aus der Klemme zu helfen, dann gute Nacht. Es ist einfach das schiere Volumen, diese 2.000 Milliarden Dollar, was so angsteinflößend ist.
    ….

  26. meint

    Das sind natürlich Horrormeldungen. Keine Frage: Dort stecken die Risiken.

    Aber das Wissen in dem Artikel könnten noch die Infos von „gestern“ sein. Leider kam George Soros in der Vergangenheit immer erst dann an die Öffentlichkeit, wenn das Schlimmste gelaufen war.

    Mein bevorzugtes Szenario sieht so aus:

    Seit der Talfahrt steht sehr viel Geld an der Seitenlinie. Es wartet auf günstige Gelegenheiten – und das weltweit.

    Die Verkäufe könnten ausgereicht haben, um das Kapital für einen „Big Daddy Fund“ zu gewinnen.

    Auch werden arabische Prinzen nun einzelne Titel als preiswert empfinden.

    Auf dem aktuellen Kursniveau gelingt es, die Aktienkurse zu verteidigen.

    Es wurde für sechs bis neun Monate Zeit gewonnen, um das System zu reparieren. Was ab Oktober/November 2008 passiert – schau’n ‚mer mal.

    Nicht gewünscht ist ein schneller Kursanstieg oder erneute Talfahrt. Das würde potenzielle Investoren verprellen.

    Gewünscht ist eine einschläfernd stabile Situation mit ruhig seitwärts, bzw. leicht aufwärts pendelnden Kursen.

    Damit gelingen Verhandlungen mit potentiellen Geldgebern besser, als z.B. bei DAX 8.000.

    Mein DAX Stop Loss für dieses Szenario: 6.700 Punkte.

    Mit etwas Pech schütteln die arabischen Prinzen immer noch mit dem Kopf. Dann müssen die Kurse noch etwas gedrückt werden, z.B. im 1.000er Schritt auf 5.400 Punkte.

  27. börsentiger meint

    So sehe ich das auch. Die Ölgelder und sonstiges Cash müssen natürlich irgendwohin. Nachdem nächste Woche eine Lawine an Wirtschafts- und Unternehmensdaten zu erwarten ist, kann mit einem Nachlassen der großen Unsicherheit gerechnet werden. Das könnte zu einer stabileren Kursentwicklung führen.

  28. Damian meint

    Gert Schmidt schreibt: Seit der Talfahrt steht sehr viel Geld an der Seitenlinie.

    Warum denn? Diese Aussagen habe ich noch nie verstanden. Wenn die Aktienkurse steigen, wird mehr Cache über Beleihung dieser bei den Depotbanken generiert. Aber warum sollte bei fallenden Kursen mehr Geld an der Seitenlinie stehen als davor?
    OK, ich als Shortie habe jetzt mehr Geld. 😉 Aber es ist doch so, dass jedem Verkäufer ein Käufer gegenüber stehen muss, oder? Also, bis auf die fallenden Zinsen der FED und die Ölmultibillionärs, wo soll bei fallenden Kursen das zusätzliche Geld her?

  29. MP meint

    @Damian and @all

    sehe ich genauso … völliger Unfug, warum nach Verlusten „mehr Geld an der Seitenlinie“ sein sollte. Habe mich das auch schon gefragt.

    Steht doch nicht hinter jedem Euro an Kursverlust ein Short-Seller als Gewinner da, so das von einer Art „Tausch“ die Rede sein könnte und die Shorties als potentielle (Kauf-) Investoren in Betracht kommen. Und, Geld (bzw. Gewinne) an der Seitenlinie zu haben kann auch bedeuten, daß Spekulaten/Investoren sich auf der Short-Seite „einkaufen“ (wie ich zum Beispiel).

    Das meiste, was wohl augenblicklich abläuft, ist, daß Anleger, also Anleger im Sinne von Sparern!, das real gerechtfertigte Gefühl haben, weniger Geld zu besitzen. Die allermeisten dieser Anleger „hocken“ meiner Meinung auf ihren Positionen mit Verlusten und „hoffen“, daß diese wieder mehr wert werden. Keine Ahnung, wo da das Geld an der Seitenlinie zu finden sein sollte. Zumindest wäre dieses Geld deutlich weniger geworden in den letzten Tagen.

    Völliger Kappes, daß „mehr Geld“ an der Seitenlinie stehen soll. Weniger steht da wohl viel eher … wenn einer 30% Verlust hat dann kann er maximal mit 70% wieder einsteigen. Und die meisten tun das eher, wenn die Kurse sich wieder nach oben stabilisiert haben und nicht unbedingt bei den Tiefpunkten, wo sie ausgestiegen sind. Also doppelter Wertverlust.

    Ansonsten bin ich der Meinung, daß viele sparende Anleger nach solchen Talfahrten einfach auch die Schnauze voll haben. Mir tut, ehrlich gesagt, Otto der Normalsparer allmählich leid von den Märkten so verar*** zu werden.

    Was ich generell hier im Forum interessant fände zu diskutieren, ob wir wieder mal eine der in letzter Zeit häufiger auftretenden (heftigen) „Korrekturen“ oder einen Hausse-Trendbruch erleben. Nur mal als Anregung eines mehr zu Chart-Technik neigenden Akteurs wie mich: der GD200 im DAX (und in den anderen Indizes) fängt langsam an seine Richtung zu wechseln.

  30. meint

    Es steht mehr Geld an der Seitenlinie, weil

    die Spekulanten ausgestiegen sind. Das sind diejenigen, die gern schnelle Trends mitnehmen. Sie unterteilen sich in

    A) von Medien beeinflusste Händler

    B) Insider

    Die Gruppe A, ist von Juni bis Dezember 2007 bei 7.700 / 8.100 eingestiegen und wurde auf dem falschen Fuß erwischt. Auf dem Weg nach unten, nahe des Tiefpunkts, haben sie verkauft. Das waren keine Dummen. Viele hat es erwischt, weil die „Gehirnwäsche“ wirkte.

    Die Gruppe B hat von Juni bis Dezember Zeit gehabt auszusteigen. Sie standen von ca. 7.200 bis 6.400 Punkten auf der Käuferseite. Weil sie seit sechs Monaten genug Zeit hatten, Geld auf die Seite zu bringen, steht auch noch mehr zur Verfügung.

    Es braucht Zeit, bis Aktien in den richtigen Händen liegen – in den festen Händen, die nciht an kurzfristigen Spekulationen oder Stützungskäufen interessiert. Sie sehen allein die Rendite und kaufen deshalb nur zum Tiefstkurs.

    Und: Wenn jemand die teure E.ON verkauft, hat er freies Kapital zur Verfügung, um bei der Dt. Bank eine Kapitalerhöhung mitzumachen.

    Auch mussten Finanzwerte verkauft werden, um den Anteil an Altaktien zu senken. Denn bei den anstehenden Kapitalerhöhungen müssen neue Aktien gezeichnet werden – und zwar im Verhältnis des Besitzes.

    Es kommt darauf an, wer verkauft hat. Wenn es Otto Kleinanleger ist, wird er nicht so schnell wieder kaufen, weil er erst wieder zum Höchstkurs einstiegt. Aber er hat sein Geld an die Seitenlinie gebracht, wie Sie so schön sagen – „die Schnauze voll“.

    Tatsache ist, dass in den vergangenen Tagen ein fünffach höherer Umsatz stattgefunden hat als während der Crashzeiten 2001 oder 2003. Hier geht es um richtig hohe Beträge.

    Reset durchgeführt: Kreditfinanzierte Investments glattgestellt, Long Position verkauft, ängstliche Haltung eingenommen.

    Niedrige Umsätze dürfte es in den nächsten Monaten geben, engere Märkte als auf dem Weg nach unten.

    Deshalb wird auf dem Weg nach oben weniger Kapital benötigt, denn bei engem Markt reichen schon kleine Orders aus, um die Kurse steigen zu lassen.

    Es ist deshalb nach einem solchen Crash wesentlich leichter die Kurse zu stabilisieren, bzw. steigen zu lassen als bei guter Stimmung in der Nähe des Tops.

    Ob die 6.400 Punkte schon ausreichen, muss allerdings erst getestet werden. Vielleicht ist die Stimmung immer noch zu gut und die Aktien steigen zu schnell.

    Die schlechte Stimmung soll lange genug anhalten, um den Insidern einen besseren Einstieg zu verschaffen. Deshalb ist es schon nützlich, wenn sich jetzt kaum Käufer finden. „Die Masse“ soll schließlich erst kaufen, wenn die Preise gestiegen sind – und das braucht etwas Zeit.

    Deshalb ist trotz eines LONG-Szenarios Flexibilität erforderlich. Denn wenn die arabischen Prinzen noch nicht kaufen wollen, wird tiefere Kurse geben. Das muss man aufmerksam beobachten.

    Der Rückschlag an der Wall Street war ein erster Test, wie widerstandsfähig der Markt ist oder ob er noch mehr Hilfe benötigt. Auf den ersten Blick sieht es nach „mehr Hilfe erforderlich“ aus; also eher tiefere Kurse bevorstehend. Muss man mal abwarten und intensiv beobachten.

  31. MP meint

    Lese gerade über diesen Händler der SG. Der soll angeblich 140.000 DAX-Futures gekauft haben.

    Frage: werden Futures beliebig „gedruckt“? Die müssen doch irgendwo herkommen? Will damit sagen, selbst wenn der Händler soviele Futures gekauft hatte – wer hat die denn verkauft bzw. aufgelegt? Das muß doch auch im Markt auffallen(1). Das muß doch vom Emittenten irgendwie abgedeckt sein. Wie entstehen denn Futures? Mit Scheinen kenne ich mich ja halbwegs aus – aber wie ist das mit den Futures?

    Hier hatten wir doch auch mal im Spätsommer über diese ominösen Bin Laden Trades diskutiert. Das waren damals auch auffällige Käufe gewesen aber bei weiten nicht annähernd so hoch (wenn ich mich recht erinnere).

    (1) Beispiel: unsere Hebelzertifikaten. Mir hat mal einer von dem ich annehme, daß er sich da ein wenig auskennt, gesagt, Turbos kann man bis zu ein paar Hunderttausend Euros ordern – danach würde es zumindest auffällig werden und die Bank oder wer auch immer – keine Ahnung – würde die Order gesondert überprüfen. Leider konnte ich das bislang noch nicht selbst überprüfen, was passiert, wenn man eine Ladung Turbos oder Optionsscheine für 500.000 kauft … Aber bei Milliarden soll es angeblich unbemerkt bleiben??, wobei mir schon klar ist, daß der SG Händler nicht über sein BNP Paribas (Consors!) Konto den Buy-Button geklickt hat.

  32. Damian meint

    Wissen Sie, warum ich Herberts Berichte so schätze? Weil sie anhand harter Zahlen erstellt wurden und ich, als Six Sigma Beschädigter, eine Schwäche für Zahlen entwickelt habe.
    Sorry Herr Schmidt, vielleicht bin ich für die Börse zu beschränkt, aber ich kann weiterhin nicht nachvollziehen, warum ausgerechnet jetzt mehr Geld, in ABSOLUTEN Zahlen gerechnet, an der Seitenlinie stehen soll. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass das Geld absolut nicht mehr geworden ist, aber die Abgabebereitschaft der aktuellen Aktionäre zu momentanen Kursen abgenommen hat, so dass wir eine Chance bekommen, vielleicht nach einem Retest nächste Woche, etwas nach oben zu laufen. RELATIV zum Verkaufsdruck könnte also diese Aussage, nach meiner nochmaligen Überlegung, durchaus Berechtigung haben.

  33. meint

    Die Zahlen könnten Sie im Moving Markets Abonnement abrufen. Verschiedene Indikatoren signalisieren passend zur Situation eine niedrige Investitionsquote – abgeleitet aus den Volumenindikatoren des Gesamtmarktes und Trends setzenden Segmente. Hier müssen Sie damit leben, dass nur der „Gedanke des voraussichtlichen Trends“ behandelt wird.

    Diejenigen, die langfristig investieren wollen (und mit spitzen Bleistift rechnen), sitzen auf ihrem Geld und sind nicht investiert.

    Das ist die wichtigste Gruppe, denn sie hat den größten Kapitaleinsatz zu bieten.

    Deshalb ist es in jeder Börsensituation wichtig zu wissen, wer gerade gekauft hat und wer nur zuschaut.

  34. Damian meint

    OK, wenn Sie also berechnet haben und Ihre Indikatoren dies entsprechend zeigen, dass aktuell absolut mehr Geld an der Seitenlinie steht als vor der Korrektur, wird es wohl irgendwie schon passen. Leider fehlt mir der Glaube, mehr noch, mein Verstand stemmt sich dagegen, dass es tatsächlich so sein kann. 😉

  35. meint

    Aber nur so funktioniert der Turnaround:

    * schlechte Stimmung

    * genug Geld an der Seitenlinie stehend

    * die Masse muss verkauft haben

    * die Insider haben lange vorher ihre Schäfchen ins Trockene gebracht

    * ein Unternehmen muss in fester Hand sein mit möglichst wenig zittrigen Spekulanten

    * geringen Willen, einzusteigen

    * der Markt verengt sich, so dass

    1. weniger Kapital benötigt wird, um ihn steigen zu lassen als vorher während der Talfahrt freigesetzt wurde

    2. die Aufwärtsbewegung länger anhalten kann

    Jeder untere Wendepunkt sah in den vergangenen Jahren so aus.

    Nur: Diesmal ist die Konsolidierung gründlicher als in den vergangenen Jahren. Das reicht grundsätzlich für eine erfolgreiche Konsolidierung – zumindest für einen Hüpfer der toten Katze …

    Beispiel 2004

    Solange der Aktienvolumenindikator schwächer als der DAX tendiert (= niedrige Investitionsquote), dürfte der DAX mit hoher Wahrscheinlichkeit steigen.

    Eins der schönsten Verkaufsignale lieferte der gleiche Indikator 2001 im Januar, als er nach der Testphase zum ersten Mal zum Einsatz kam. Damals herrschte eine tolle Stimmung vor – alle wollten Aktien besitzen, weil die Aussichten angeblich gut waren.

    Indikator Aktienvolumen entwickelte eine positive Divergenz, stieg stärker als der DAX. Das war das Signal zum Aussteigen. Es war kurz und eindeutig.

  36. Jutta meint

    Frankfurt (Reuters) – Die Landesbanken LBBW, BayernLB, WestLB und HSH Nordbank haben einem Magazinbericht zufolge fast 80 Milliarden Euro in riskante Wertpapiere investiert.

    Allein bei den Bayern seien deshalb wohl Abschreibungen von mehr als zwei Milliarden Euro zu erwarten, meldete der „Focus“ am Samstag vorab ohne Angabe von Quellen. Ein Sprecher der Landesbank lehnte einen Kommentar dazu ab. Es gebe noch keine Zahlen, sagte er lediglich.

  37. meint

    Ja, ja, ist ja schon gut. Als Optimist stehe ich in diesen Tagen auf der falschen Seite, denn die Short Argumente sind erdrückend.

    Deshalb bin ich auch für tiefere Kursziele offen, wenn es sein muss, z.B. 5.400, 4.400 oder 3.400 …

    Es geht ja nicht ums Recht haben wollen, sondern darum, all die vielen keinen Puzzleteile zu einem vollständigen Bild zusammenzufügen.

    Deshalb ist jeder neue Trend Gedanke herzlich willkommen.

  38. Damian meint

    Herr Schmidt, Ihren letzten Beitrag kann ich 100%ig unterschreiben. Ich habe meine shorts letzte Woche nach dem FED Schock verkauft, bin für die nächsten ein paar Wochen leicht long investiert, vielleicht werde ich je nach Börsenlage diese Investments nächste Woche noch mal ausbauen und rechne dennoch damit, dass wir am Jahresende im DAX tiefer stehen werden als jetzt.

    Trotzdem bin ich mir sicher, dass wir hier und heute aneinander vorbei geschrieben haben. Vielleicht lag das an diesem wunderschönen Wetter draußen. 😉

  39. Typ 17 meint

    @GS,

    also ich hätte da mal eine frage: die grafik aktienvolumen ist an sich schon verständlich, aber die zahlen die links neben der grafik stehen, sind für mich nicht nachvollziehbar. die zahlen werden kleiner größer kleiner größer… ??? welche darstellung steckt denn da dahinter? normalerweise wird eine x oder y achse im wert konstant größer oder kleiner, aber nicht beides ! ????

    geld an der seitenlinie: es wird doch nicht nur verlierer gegeben haben, ich denke es gab auch leute, die vor ein paar jahren easy gekauft haben und nun mit cash dastehen, sich die hände reiben und nichts überstürzen. die leute die aus dem markt gedrängt wurden und jetzt keinen bock mehr haben, die haben auch nicht plötzlich unmengen geld in der tasche und fangen an zu kaufen. sie verkaufen aber auch nicht mehr… die leute stellen keinen druck für den markt dar und sind quasi unwichtig.

    die gewinner stehen also allein da. mit geld an der seitenlinie verstehe ich in erster line ein neues verkaufsdruck/cash-verhältnis. eine situation kann sich stark ändern, wenn von zwei gleichstarken parteien eine zu boden geht und die andere im verhältnis betrachtet vollkommen überwiegt. vielleicht ist das momentan der fall… ich würde mir die aktuelle situation so auslegen.

    grüße

  40. meint

    Die Skalierung bitte ignorieren. Die Zahl ist 10stellig, so dass sie nicht mehr dargestellt werden kann.

    Die Gewinner (imho):

    * die Banken und deren Freunde, ggf. eine paar Hedge Funds, Versicherungen

    Von Mitte bis Ende 2007 wurde im Handelsbereich viel Geld dadurch verdient, dass sie wussten, wann die Notenbanken wieder intervenieren werden, d.h. sie sind zu den richtigen Zeitpunkten Long gegangen und rechtzeitig ausgestiegen.

    Wieviel dort verdient wurde, mag natürlich niemand sagen, denn das würde die Preise der faulen Kredite wieder hochtreiben. Denn auf die hat man es abgesehen.

    Was zurzeit abläuft, bewerte ich als Maßnahme zur Kursdrückung und zum günstigen Einkauf: Aktien, Kredite, öffentliche Banken.

  41. Typ 17 meint

    @GS, ok alles klar.

    Mein Dax

    img264.imageshack.us/img264/9492/dax20080125qg6.png

    ein gedanke zum aktuellen geschehen

    rein mathematisch betrachtet war es schon vor dem crash klar, das der log. chart gebrochen werden würde, denn der anstieg ist prozentual seit beginn des trends auf dauer zu hoch. (z.b. in einem jahr von 2 auf 4, im nächsten von 4 auf 8 … 8 auf 16 u.s.w.)

    der lineare trend verhält sich zum logarithmischen sogar umgekehrt und hat echte chance auf bestand, denn der prozentuale anstieg nimmt mit jedem weiteren jahr ab. (z.b. 2 auf 4 … 4 auf 6 … 6 auf 8 … 8 auf 10 … 10 auf 12 u.s.w.) ein anstieg von 10 auf 12 ist bei weitem nicht so stark wie anfänglich von 2 auf 4.

    meine theorie ist, das die linearen langzeittrends eine gewisse stabilität bieten, da sie mit zunehmendem alter nicht über- sondern untertreiben, und ich behaupte, das nach genügend zeit ein stabiler linearer trend nach oben verlassen wird, da der markt in diesem trendkanal und der zukünftigen bewertung zu billig ist.

    sehr langfristig betrachtet müßte ein index also auf einen log. trend bauen, der aber im anstieg logischerweise über dem linearen und unter dem anfänglichen logarithmischen zu finden ist. gesetz den fall das die firmen weiterhin steigende gewinne generieren. einen solchen trend sieht man meines erachtens im dow der letzten jahrzehnte.

    sollte ich hier einen denkfehler haben, wäre mir das peinlich! aber ich würds wissen wollen

    grüße

  42. adidax meint

    herr schmidt, können sie mal nachsehen, wie ich meine prognose zum dax vor ein paar wochen prophezeit hab? ich glaube die 6400-6500 in den nächsten drei montaten gesehen zu haben. nun da wären sie. auch ich sehe, falls es um die zukunft geht, erstmal ruhe im kartenhaus und eine 7 vor dem nächsten fall. diesmal würde ich selbst aber erst die 7 sehen und deren ad-linie, um danach das traurige schauspiel von 3600 punkten bekannt zu machen, als meine nächste prognose. eher sehe ich bis jetzt als das ideale entwicklungsbild definitiv neue hochs für genau 1,5 jahre ab heute gerechnet. da soll dann beim neuen high auf die shortseite gewechselt werde, denn da kommt erst die rezession der usa wirklcih zum tragen. man sieht also der zeitliche term kommt mit der realwirtschaft gut zu recht, denn dies war der vorbote. lg

  43. meint

    Neue Hochs – das würde zur Inflationierung der Märkte passen. Denn sie ist willkommener als eine Rezession mit Deflation.

    Wenn eine Inflation begonnen hat, lässt sie sich nicht mehr aufhalten – und dazu dürften auch steigende Aktienwerte gehören.

    Das Szenario gefällt mir in der Endkonsequenz noch nicht. Aber vielleicht haben wir alle dann mehr Zeit, uns darauf vorzubereiten – einschließlich der Banken.

    In dem Fall wäre der Rückschlag im Januar ein letztes Luftholen …

    ** **

    Ihr Beitrag war am 13. November 2007 10:32

    http://trendgedanken.de/?p=505

    adidax + 6500 bei Google

  44. Damian meint

    Samstag und doch so viel los hier…
    Zu der globalen Inflation passt zurzeit zwar das Verhalten der FED, nicht aber das der Chinesen bzw. der EZB. So lange das fremde Kapital nach USA kommt, wäre es blöd von der FED nicht zu inflationären. Je mehr Inflation, desto schneller wird meiner Meinung nach das Hausproblem gelöst. Und die Hauspreise sind in meinen Augen das Schlüsselelement der nächsten vielen, vielen Monate, weil sie direkte Auswirkung auf das Konsumverhalten haben.
    Ich bin erstaunt, wie wenig in den USA entlassen wird. Die Neuanträge auf die Stütze sind kaum gestiegen, in den letzten Wochen sogar gefallen. Vielleicht wird das GPD vom Q4 in den Staaten doch besser ausfallen als befürchtet und dies gibt dem Markt ein Schub nach oben? Ehrlich gesagt wage ich keine Prognose wie weit wir laufen können, aber der Glaube an ein neues ATH fällt mir in diesem Umfeld unheimlich schwer.

  45. Herbert meint

    Die Logik, die Damian der Fed zurechnet, ist bestechend gut: Steigerung nominellen Reichtums ohne wirkliche Kaufkraft in Währungs- bzw. Goldparität. Aber wieviele Amerikaner reisen schon ins Ausland, um dort zu entdecken, dass sie für einen Kaffee das Vielfache von vor einigen Jahren zahlen müssen? Damit US-intern nomineller Abbau hoher Schulden.

    Als Schutz vor der Inflation kaufen die in Geld schwimmenden ausländischen Unternehmungen internationale Blue chips. Eben die Schlagzeile „Staatsfonds Norwegens will massiv in Aktien investieren“.

    http://www.wiwo.de/politik/staatsfonds-norwegens-will-massiv-in-aktien-investiven-263486/

    So auch Arabien, Singapur und China. Weg aus den Papierdollars in reale Werte. Diese werden dann noch einmal inflationär aufgebläht und multipliziert werden. Daher muss man bei in einigen Monaten ausbrechender Euphorie dann die erheblichen Kursgewinne kurz nach der US-Wahl realisieren.

    Ferner zeigen alle soliden Messungen des Insiderverhaltens starke Käufe von eigenen Aktien in Deutschland und den USA. Eigentlich eine Traumkonstellation für den Kauf.

    Dabei ist es doch egal, ob wir eine Rally im Bärenmarkt oder eine Wideraufnahme des Bullenmarktes haben. Sind wir in einem Bärenmarkt, fallen die Kontra-Rallies viel heftiger als in einem Bullenmarkt aus.

    Ich habe gekauft und kaufe – aber nur an schwachen Tagen – Dezember 2008 Calls auf im letzten Jahr am stärksten gestiegene Aktien in einem ungebrochenen Aufwärtstrend, z. B. Apple, Gilead Sciences, Google, Kali und Salz, Linde. Freitag in die heftige Erholung hinein jetzt erst einmal alle großen Gewinne (Kauf am 24. 1.) (Käufe am 23. 1.) mitgenommen und die etwas weniger hohen Verluste (Kauf am 17. 1.) glattgestellt.

    Die Stunde des Kaufs ist wieder da, wenn der Markt bei der nächsten ganz bösen Nachricht nicht mehr fällt, sondern merkwürdigerweise seitwärts geht. Dann langen wohl die Insider und die Staatsfonds noch einmal zu.

  46. Jutta meint

    @GS

    die Fed versucht mit ihren Aktionen derzeit Luft rauszulassen. Sie versucht auf jeden Fall keine Deflation entstehen zu lassen, denn das wäre der Kollaps für das Finanzsystem.
    Und solange die USA sich in ihre eigene Währung verschulden, ist es auch nicht so schlimm. Wer kann das schon außer den Amerikanern. 😉

  47. merilyn meint

    also hatte mich hier auch mal gemeldet Anfang September und mit Jahresabschluss von 7000-6500 gerechnet war in puts habe sie jetzt auch abgegeben mit Gewinn aber hatte einige male ein flaues Gefühl wie weit die noch hoch wollen ,glaube an einer Erholung aber mit dann massiven Abwärtstrend vielleicht jetzt schon,spätestens nach den Spielen in Peking,werden wir diese Woche nicht sehr fallen,könnte long gut sein aber vorsichtig kann auch massiv runter gehen,suche noch gute Scheine auf Schweinehälften weil Futterkosten steigen und dadurch auch das Fleisch ,auch die Nachfrage aus Asien treibt den Preis .Auch ein guter Schein auf seltene Erden suche ich noch ,vielleicht hat jemand einen guten Vorschlag.

    merilyn

  48. Jutta meint

    @Herbert

    Siemens fängt morgen den 28.01.2008 mit dem Rückkauf eigener Aktien an.

  49. Herbert meint

    Weil die Volatilität auf ein Drei- oder Vier-Jahres-Hoch gesprungen ist, lohnt sich der Rückkkauf von Dezember 2008 Calls für mich nicht mehr (zu teuer und daher zuwenig Potential). Stattdessen werde ich Futures handeln und CFDs auf die in Aussicht genommenen Aktien (Hebel 20) kaufen.

  50. börsentiger meint

    Entwarnung kann noch nicht gegeben werden, da die Banken noch Leichen im Keller haben und eine sehr fragwürdige Informationspolitik läuft. Der feste Ölpreis ist auch noch nicht beruhigend.Außerdem rutschen immer mehr Indizes weltweit unter die 200 Tage Linie, was zeigt, dass der Anpassungsprozess des Einpreisens noch läuft (ich vermute aber nicht mehr lange).

  51. adidax meint

    meine rede :) als bekennender optimist, der die 6500 nicht in seiner rechnung übersehen hat..
    auf gehts zur nächsten rally!

  52. Jutta meint

    komischerweise Gold steigt! Systemische Krise? Die Leute fürchten wohl die Inflation, die in der Höhle noch schlummert und bald als Drache Feuer speit. Ben Bernanke läßt grüßen. Ich sagte schon die Amerikaner verschulden sich in die eigene Währung und die haben sie in der Hand. 😉

  53. meint

    Der Rund auf Edelmetalle wie Gold und Silber in Form von Münzen und Barren ist auf einen Höhepunktgeschnellt – abgebremst wird dies nur durch die Knappheit an physischem Material am Markt! Es ist schwieriger Edelmetalle zu einem vernünftigen preis kaufen zu können, als diese verkaufen zu müssen. Daher empfehlen wir auch jetzt noch einen Einstieg in Edelmetalle, da das Märchen der Fianzkirse in den USA noch längst nicht vorbei ist….was noch mehr Unsicherheit in den Markt bringt und die Investoren daher mehr und mehr auf Sicherheit im Bereich Edelmetalle gehen werden!

  54. SH meint

    Für alle Mitleser zur Warnung: habe die Longs eben wieder verkauft, nehme 10 Prozent Gewinn mit und werde sowas bestimmt nicht wiederholen. Ärgere mich sogar für diese Disziplinlosigkeit. Suche jetzt wieder günstigen Short-Einstieg.

  55. anveka meint

    Heute morgen 9:00 Kauf 1000 HRE zu 3,80; 9:40 Verkauf zu 5,13.
    Jetzt (18:00) Kauf 250 Daimler zu 27,30. Verkauf kurzfristig.
    Man kann auch in der Panik Geld verdienen mit einer vernünftigen Risikoabsicherung. Notfalls kaufen wir uns den Daimler dann ganz… ;-))

    Siemens und statoil auf der watchlist!

    Bluechips im Ausverkauf. Das macht Laune.

  56. P.T. meint

    Alles wir noch viel billiger werden. Kann nur vor Käufen warnen. Aktien, Immobilien und Rohstoffe werden noch viel billiger werden.

  57. meint

    Ja, doch – sozusagen ein „Bonus“-Kapitulationstag 😉

    Es ist immer gut, solche Aussagen an konkreten Daten festzumachen.

    Für mich war eine schwache SAP Aktien in der Vergangenheit regelmäßig ein guter Kontraindikator.

    An der Börse kämpfen seit 2000ff heftig miteinander:

    * Value-Investment Käufer

    * Wachstums-Investment Käufer

    Kaufen beide gemeinsam, ist das ein Warnsignal mit der Gefahr eines oberen Wendepunkts.

    Das gilt um 180 Grad gedreht auch: Verkaufen beide Anlegertypen gemeinsam, ist der untere Wendepunkt nah.

    Die SAP Talfahrt ist – zusammen mit den vorherigen Ereignissen der vergangenen Wochen – das Sahnehäubchen auf den Kaufsignalen für Aktien.

    Kaufsignale mit Sahnehauben sehen nicht besonders elegant aus – aber das sind Tiefpunkte sowieso nicht.

  58. der_mit_dem_dax_tanzt meint

    Nachbörslich gerade bis in den Bereich 5270! Mal sehen wo wir morgen früh beginnen. Es kann durchaus noch einige Überraschungen geben diese Woche.

    Werde aber immer optimistischer, ich glaube wir sind der 10000 Marke näher als wir das bei 8000 Punkten waren.

  59. SH meint

    Naja, untere Wendepunkte.

    Die Techniker sahen heute den langfristigen Trend auf Abwärts drehen. Only the price pays und entsprechend suche ich neue Short-Möglichkeiten, mit Long habe ich mir heute fast einen moralischen Schaden geholt. Der Rebound kann gern ohne mich stattfinden.

    Habe in meinem Analysten-Archiv noch was lustiges gefunden zu Bottom-Fishing:

    „Ganz anders Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest, der von einer V-förmigen Entwicklung, also von einer raschen weiteren Erholung ausgeht. Sein Hauptargument dafür ist die frische Erinnerung der Marktteilnehmer an den Einbruch im vergangenen Mai/Juni, womit sich das damalige Kursmuster wohl kaum wiederhole. Außerdem sei die Panik des Ausverkaufs am 27. Februar mit der Aufwärtsbewegung der Wall Street am 6. März abgeschlossen worden. „Eine Panik ist bei Aufwärtstagen über 90 Prozent beendet“, erklärte Rethfeld. Am vergangenen Dienstag seien etwa 93 Prozent des Marktvolumens an der New Yorker Börse gestiegen, ein seltener Fall mit Signalfunktion. “

    (Nachricht vom 12.03.07 !)

    Preisfrage: Wo stand der Dax am 27.Februar 2007?!

  60. john meint

    die krise kommt ja langsam in der wirtschaft an..opel legt vorübergehend produktion still,daimler ist ja auch am drosseln……das wird sich ja dann sicher fortsetzen,also rein logisch sind keine viel höheren kurse in sicht