Walter K. Eichelburg

Ein Phänomen!

http://www.hartgeld.com

Es ist sicher richtig, vorsichtig zu bleiben. Wenn Sie ihn wörtlich nehmen, wird es eng. Er läuft zurzeit als Skeptiker in Hochform auf.

Kernaussagen aus der Startseite entnommen:

Totaler Zusammenbruch vor der Tür!

Wenn die nicht mehr beherrschbare Krise kommt, wird es vermutlich in einer Stunde vorbei sein – Totalkollaps – plötzlicher Tod

Offenbar kauft jetzt Ben „Helicopter“ Bernanke alle Junk-Papiere zum Nennwert!

Fannie & Freddie MBS nicht mehr verkaufbar !

Rette sich wer kann!

Er begründet seine Thesen mit umfangreichen Informationen aus aller Welt.

Entweder zählt er ‚Eins und Eins‘ richtig zusammen oder es ist kein Funken Optimismus in ihm, so dass er überall Bedrohungen sieht. Im vergangenen Jahr warnte er:

http://www.goldseiten.de/content/kolumnen/artikel.php?storyid=2600

Eichelburgs Vorteil: Ihm kann niemand das Gegenteil beweisen. Wenn er in diesem Jahr falsch liegt, bleiben seine Thesen gültig – zeitverzögert bis zum Zeitpunkt X. 

Er sieht die Zeichen der Zeit. Beim Durchblättern seiner Seiten erinnerte mich etwas an Goethe:  

„Ich bin der Geist, der stets verneint! Und das mit Recht, denn alles, was entsteht, ist wert, daß es zugrunde geht; Drum besser wär’s, daß nichts entstünde. So ist denn alles, was ihr Sünde, Zerstörung, kurz, das Böse nennt, mein eigentliches Element.“

„Ich bin der Geist, der stets mit aller Kraft das Böse will und stets das Gute schafft.“

Eine spannende Aussage von Mephisto in „Faust“.

In alle Richtungen schauen

Angenommen, Eichelburg wäre Entscheidungsträger an der Spitze der US Notenbank: Würde er dann auch in seinen Vorträgen empfehlen, Sparkonten aufzulösen? Bei Extrempositionen besteht die Gefahr, dass ein System vor die Wand gefahren wird – ein Stirb und Werde-Prozess, bei dem Mephisto seine Freude hätte. 

Als verantwortungsvoller Notenbänker müsste er solche offensive Thesen vermeiden. Ansonsten würde er in die Geschichte eingehen als derjenige, der den Systemzusammenbruch herbei führte.

Wie bei jedem Analysten gilt auch für ihn: Die Faktenlage zu kennen, reicht nicht aus. Es kommt darauf an, die richtigen Schlüsse zu ziehen – und vor allem Risiken und Chancen zu beschreiben. Jede Einseitigkeit kann in die Sackgasse führen: Es ist falsch der Mehrheitsmeinung zu folgen und genauso falsch ist es, nur Gutes oder nur Schlechtes zu sehen.

Keine Alternative zum aktuellen System

Oft muss erst einmal etwas Schlimmes passieren, damit sich die Dinge bessern. So kann sich ein System regenerieren und erhalten.

In jeder Krise steckt eine Chance. Selbst wenn Mephisto auftrumpft, Schwaches und Krankes zu Grabe getragen wird: Es wird anschließend etwas Neues entstehen, was vorher noch nicht sichtbar war.

Was immer dieses System in die Krise geführt hat: Es gibt keine Alternative dazu. Jede radikale Umkehr würde neue Fragen und Probleme aufwerfen, die möglicherweise ebenso  unkontrollierbar sind, wie das, was die Finanzwelt in den vergangenen Wochen heimsuchte.

Das Problem: Kriminelles Handeln gibt es, seitdem Kain auf Abel los ging. Weil der Mensch mit kleinen Fehlern ausgestattet wurde, ist praktisch nicht kontrollier- und vorhersehbar, in welche Richtungen sich Gesellschaftssysteme entwickeln. Sie hangeln sich von Krise zu Krise, die dazu dienen, neue Strukturen zu schaffen.

Die kritische Situation ist allen bekannt. Gehen Sie davon aus: Was derzeit an Meinungen herumgereicht wird, dürfte auch in den Szenarien der Notenbanken eine Rolle spielen – auch die Gefahr, dass ein Sturm auf die Bargeldschalter der Banken beginnt.

Der Wiederaufbau beginnt

Mit jedem Tag, an dem nichts Schlimmes passiert, nimmt die akute Crashgefahr ab. Rund um die Welt laufen Krisenstäbe auf Hochtouren, um das System zu erhalten. Sie wollen verhindern, dass es radikale Umstürze gibt.

Banken werden künftig mit ihren Kreditrisiken sorgfältiger umgehen. Unternehmen sind gezwungen, risikoärmer zu wirtschaften. Dadurch dürfte das Wachstumstempo gedrosselt werden. Jeder Tag Zeitgewinn ist ein Schritt zur Beruhigung der Märkte.

Die Spekulationsblase ist geplatzt. Jetzt geht es um den Wiederaufbau.

Damit Geldgeber ihr Kapital für neue Kredite zur Verfügung stellen, erscheint es gut möglich, dass sie höhere Zinsen erwarten.

Danach wären variabel verzinste Floater zurzeit eine gute Anlage.

Unternehmen mit hoher Fremdverschuldung dürften dann unter Druck geraten. Möglicherweise ist das auch eine Erklärung dafür, dass Werte mit hohem Gewinnausweis nicht gefragt sind (schwache renditestarke Investments). Denn wenn die höheren Gewinne mit größerer Verschuldung erkauft sind, würde es ab 2008 mit Dividendenzahlungen schlechter aussehen.

Aktienselektion nach Titeln mit hoher Eigenkapital-Quote wäre dann wichtiger als Wachstumsperspektiven, die nur mit teuren Krediten ermöglicht werden.

Hohe Verschuldung als Warnsignal: In einem solchen Umfeld wäre das Kurs/Gewinn-Verhältnis nur noch bedingt zur Aktienanalyse tauglich. Werte, die einen niedrigen Verschuldungsgrad ausweisen, hätten die Nase vorn. Ihnen würde schon geringes Wachstum ausreichen, um Gewinne zu erwirtschaften.

Kennen Sie ein börsennotiertes Unternehmen, das schuldenfrei ist?

Bitte her mit dem Namen! Mit hoher Wahrscheinlichkeit werde ich die Aktie im Musterdepot aufnehmen.

Die „Eichelburg-Aktie“ wurde bereits gekauft: Gold und Silber, als es die Edelmetalle vor vier Jahren zu günstigeren Preisen gab. Edelmetalle sind seit 2003 die größten Positionen des Moving Markets Depots. Aufstocken würde ich den Depotanteil nicht mehr. Es winken aussichtsreiche Investments auch ausserhalb der Krisenanlagen.

Solange die Moving Markets Indikatoren aufwärts zeigen, bleibt es aussichtsreich, voller Hoffnung in die Zukunft zu schauen. Zeichnen sich dort jedoch neue Warnsignale ab, die z.B. den Signalen von Mai bis Juni 2007 ähneln, muss die Depotstrategie angepasst werden, Eichelburgs Warnungen in Erinnerung behaltend.

Comments

  1. Anonymous says

    Was Eichelburg sicher richtig ausdrückt, man kann sich auf „den Staat“ nicht mehr verlassen und so sieht es auch die Obrigkeit: daher liegt die Betonung auf mehr privater Vorsorge, mehr Eigenverantwortlichkeit (bei Berufswahl, Absicherung von Berufsunfähigkeit, Krankheit, Pfegebedürftigkeit). Wer diese Hausaufgaben fuer sich persoenlich erfolgreich meistert, muss ein Genie sein oder ein Glückspilz oder vielleicht sogar beides.

    Und besonders schwierig ist es meiner Meinung nach, die Nachhaltig-Erfolgreichen im Wirtschaftsleben in den nächsten 20 bis 30 Jahren zu erkennen und konsequent auf diese zu setzen. Wer sein Risiko breit streut, wird nicht besser dastehen als die breite Masse. Wer Wetten eingeht, akzeptiert ebenso die Regeln des Nullsummenspiels.

    Der Mensch denkt, die FED lenkt (in Abwandlung eines Brecht-Zitat). Aber gewisse Rahmenbedingungen lassen sich auch von der FED nicht ändern, Ölknappheit, demographische Überalterung, Bevölkerungsexpansion, steigende Kosten für den Erhalt eines komplexer gewordenen Systems. Ein System kann zusammenbrechen, wenn sich relevante äußere Rahmenbedingungen, unter denen es entstand und sich entwickelte, rasch oder plötzlich ändern.

    Der Kampf zwischen Gewinnern und Verlierern, zwischen Kreditnehmern und Kreditgebern, wird mit allen Mitteln weitergeführt. Die Solidarität der Verlierer kann eine ungehörige Macht entfalten und die Gewinne der Erfolgreichen schnell wieder nivellieren.

    Der beigefügte Link wurde herausgenommen, weil ich eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Seite nicht leisten kann.

    Bitte um Verständnis.

    gez. Gert Schmidt

  2. börsentiger says

    Das Bezeichnende an der derzeitigen Finanzierungskrise ist doch, dass lange vorher sogar in vielen Massenmedien davor gewarnt wurde. Die, die das Spielchen trotzdem mitgemacht haben, sind eben Hasardeure, die immer irgendwann auf die Nase fallen. Viele Hasardeure kalkulieren das aber ebenfalls bereits ein. Das rasche Platzen einer Blase ist allerdings ein Massenphänomen, das praktisch ohne Vorwarnung passiert. Aus diesem Grunde war eine echte Krise des Weltfinanzsystems kaum möglich und ist jetzt wesentlich weniger wahrscheinlich als etwa im Juni, wo die Kurse noch höher waren. Derzeit sind ja laufend „Reparaturmaßnahmen“ im Gange und die Luft aus der Blase entweicht eher kontrolliert. Ende des Jahres werden die Kurse wie üblich wesentlich höher sein und kein Mensch wird an den August denken wollen. Der ganze Ablauf erinnert mich an den Film „Täglich grüßt das Murmeltier“.

  3. Paul Baumann says

    Hallo,

    viel Glück mit Ihren Papierschnipseln, denn das werden Sie brauchen, aber Hochmut kommt bekanntlich direkt vor dem Fall;-)

    Paul Baumann

  4. says

    Es wird hier der Spagat gewagt zwischen Schönreden der Entscheidungsträger bei den Banken und dem Zusammenbruch des Systems.

    Irgendwo in der Mitte dürfte die Wahrheit liegen. Herauszufinden, wo die Mitte liegt, ist nicht ganz einfach. Aber es ist ein berechtigtes Anliegen, sich darüber Gedanken zu machen.

    Ein Blick in die Geschichte lohnt sich: Aktienanlagen haben in Krisenzeiten regelmäßig die Nase vorn.

    Das könnte auch der Grund sein, weshalb es in dem Bereich nur vergleichsweise kleine Rückgänge gab – trotz der Schieflagen.

  5. mephisto says

    fakt ist ,das kreditschuld-geldsystem ist am ende,da es exponentiell wächst und nichts auf diesem planeten unendlich ist.
    so dumm sind die heutigen politiker und banker ,da sie dieses glauben und auch noch verinnerlicht haben!
    mephisto kommt vom mond,donald duck ist ein hamster—du meine güte,diese globale dummheit gehört einfach bestraft!!!(leider)

  6. sanni says

    GOLDRAUSCH ! irre,heute stehts in der zeitung im netz…….der Bankrun hat eingesetzt!

  7. Horst Uray says

    Es handelt sich in der gegenwärtigen Situation nicht einfach um eine weitere der üblichen „Marktkorrekturen“, wie sie sich sich mehr oder minder häufig an den Aktien-,Anleihe-, Hypotheken- und Geldmärkten ereignen, sondern das Ausmaß ist diesmal von nie dagewesener Wucht. Noch steht die Sache erst am Anfang und nicht mittendrin oder gar schon am Ende, wie ja bereits wieder nach den jüngst „aufgedeckten“ Verwerfungen bei den deutsch-vertrottelten Landesbanken beschwichtigend zu lesen ist – ganz so, als wäre die Katze schon aus dem Sack. Mitnichten!

    Erst langsam fällt der Blick auch der Mainstream-Medien nicht nur auf so bekannte, recht leicht zu verstehende Finanzkonstrukte wie notleidende Hypothekenkredite, sondern endlich auch auf das dahinterliegende Luftschloß der Derivate, deren Ausmaß alles bislang Bekannte, z.B. die Marktkapitalisierung der Aktienmärkte, weit in den Schatten stellt. Wir sind Zeugen der perfekten Realisierung des vermeintlichen Märchens von „Des Kaisers neue Kleider“.
    Der gesamte Komplex der synthetischen Finanzprodukte ist dabei zu implodieren, nachdem mit jedem einzelnen Tag deutlicher wird, daß es für die allermeisten dieser Produkte (Hypothekenderivate sind nur deren bekannteste Ausprägung, ungleich größer ist z.B der Bereich der darauf aufgesetzten credit default swaps) gar keinen funktionierenden Markt gibt und auch nie gegeben hat. Vielmehr haben die an diesem Riesenschwindel maßgeblich beteiligten Finanzakteure sich jahrelang in bester Kartellmanier abgesprochen und den Wert ihrer neuen Finanzkreationen de luxe einfach im Hinterzimmer oder in den Sushi-Bars von New York und London eigenmächtig bestimmt und für marktgültig erklärt.

    Nochmals: es gibt keine marktnahen Preise für diese Billionenvehikel, die nur außerbörslich over the counter gehandelt wurden. Erst wenn eine Krise wie die laufende dem Nebelkerzenwerfen ein (nur vorläufiges?) Ende setzt, sind diese 25jährigen „Finanzprofis“, die wahren Erben der Dotcompleitenfreaks, gezwungen, sich mit ihren aberwitzigen „Produkten“ dem Markt zu stellen. Die Konsequenzen aus dem Kollaps, also dem wahren, erzwungenen Marktauftritt dieser „finanziellen Massenvernichtungsmittel“ (Warren Buffet) werden von katastrophal bis verheerend sein. Ein Krieg allerdings könnte dies verhindern bzw. vertuschen.

    Bislang sind erst die ersten Folgen von „Der Derivate Clan“ über die Monitore gehuscht, die Drehbücher für die nächsten Folgen hat die harte Realität der faktischen Welt längst geschrieben und sie sind demnächst in praktisch allen Theatern dieser ach so globalisierten Welt zu bestaunen.
    Und bitte, gönnen Sie doch dem Herrn Eichelburg die Rolle eines launigen Conferenciers in dieser gewaltigen Schmierenkomödie. Ich würde mich nicht um diese Rolle reißen.

  8. Anonymous says

    Es braucht auch einen Mutigen, der die Wahrheit ausspricht.
    Sicherlich ist auch der Wunsch Vater des Gedanken.
    Interessant wäre es, ob Eichelburg erst Gold hatte und sich die
    Welt anhand der verfügbaren Informationen zurechtlegt,
    oder ob er wegen dieser Informationen auf Gold & Silber umgestiegen ist.

    Meiner Meinung nach m u s s an den Texten der vielen Autoren
    ein Funke Wahrheit sein. Die sind alle nicht auf den Kopf gefallen.
    Was man auf der Eichelburg-Seite findet ist ein guter Überblick
    Wenn ich 1 + 1 zusammenzähle, mag es zur Zeit 3 ergeben,
    aber eben zur Zeit.
    Er schreibt bereits, bevor der Mainstream von Schlangen den den
    Goldschaltern Deutschlands stand und das Material ausgegangen war.
    Er schreib bereits vor zwei Jahren, dass es eine Hypothekenkrise geben wird. Er schrieb vor einem Jahr, dass Edelmetalle ein hervorragender Wertspeicher sind.
    In der jetzigen Zeit meine ich, dass man ruhig mal darüber nachdenken sollte, bevor es in der Bildzeitung steht. Vielleicht sollte man bei den brennenden Kredittürmen nicht nur nachdenken, sondern handeln.

    Ich meine, Eichelburgs Seite ist eine Bereicherung der Anlegergemeinde.
    Mag man stehen zu ihm wie man will: Über Roland Leuschel hat man auch gelacht und er sagte den Crash 2000 voraus. Daueroptimist Heiko Thieme hat man bis 2000 gefeiert – und heute? Claus Vogt war auch einsamer Rufer bis 2000 und bekam recht. Die Masse liegt immer falsch.
    Und Walter Eichelburg? Früher oder später wird er Recht bekommen, denn wer sich annähernd mit dem Thema Geld, Zins, Zinseszins und Geschichte auskennt, m u s s nachdenklich werden.

  9. says

    All diese Risiken sind seit längerem bekannt. Bitte in dem Zusammenhang den Trend Gedanken vom 06. Juni 2006 lesen:

    http://trendgedanken.de/?p=231

    Sie können sicher sein, dass „die großen Jungs“ ihre Vorbereitungen getroffen haben, um Risiken aktiv zu bereinigen.

    Beachten Sie auch den Ablauf der Reihenfolge:

    1. Warnsignale der Moving Markets Indikatoren seit April/Mai.

    2. Im Juni, als die Börsenwelt in Ordnung schien, geht ein Mann wie Robert E. Rubin, Aufseher der Citigroup, an die Öffentlichkeit.

    3. Es gab für die Insider über drei Monate Zeit, sich auf die Krise vorzubereiten.

    4. Die Öffentlichkeit erfährt erst jetzt davon – und ist geschockt.

    5. Die Insider sammeln seit August wieder ein, weil sie die Panik nutzen. Sie kennen den Ausgang der Geschichte: Das System wird gerettet und bekommt eine Galgenfrist bis zum Tag x.

    Das ist mein  bevorzugtes Szenario, weil die Moving Markets Indikatoren zurzeit starke Kaufsignale liefern.

  10. Joe says

    Was war denn mit den Aktienanlagen in den 1930ern und den 1970ern ? Das waren Krisenzeiten und da haben Gold und Silber die Aktien (ausser Gold-und Silberminen) um ein Vielfaches geschlagen. Anfang 1980 konnte der Gold-Preisanstieg von der FED nur durch astronomische Zinssätze von ca.20% beendet werden,nachdem sich die Unze Gold von Ende der60er bis 1980 von ca.35 auf 850 $ verbessert hat. Diese Zinssätze würden das heutige System sofort zerstören,weil die astronomischen Staatsverschuldungen die Staaten der Reihe nach in Bankrott schicken würden. Schauen Sie sich mal anstatt der nominalen Dow-Charts die realen(kaufkraftbereinigt) im Verhältnis zum Gold an,da werden Sie staunen! Und sollte das System tatsächlich über den Jordan gehen,sind die Goldbugs mit Ihren Sachwerten die grossen Sieger!

  11. Jakeblake says

    Muss anonymous recht geben. Eichelburg ist zwar ein »merchant of fear«, aber seit ich die Seite von ihm lese, hat er doch zum großen Teil recht behalten. Etwas naiv allerdings finde ich seine Idee, daß »die großen Jungs« die Sache nicht im Griff haben. Selbst ein allgemeiner Niedergang wäre von ihnen kontrolliert und bringt ganz bestimmte Resultate hervor, die den big guys enorme Vorteile bringen würde und ihre allumfassende Macht weiter zementiert (1984/Orwell).
    Was ist eigentlich an dieser Meldung über Insider-Geschäfte dran: BILLIONS IN PUT OPTIONS PURCHASED BETTING THAT THE MARKET WILL CRASH BY 9-21 BY 30-50%? – Link dazu ebenfalls auf der Eichelburg-Webseite.

  12. says

    Leider ein sehr schlechter Artikel, der entweder von einem ungebildeten oder absichtlich an den Tatschen vorbeischauenden Autor verfasst wurde.

    Beispiele:

    ZITAT: Was immer dieses System in die Krise geführt hat: Es gibt keine Alternative dazu.

    FALSCH Es gibt den klassisichen Goldstandard des 19 Jahrhunderts, den Gold-Exchange Standard, der bis 1971 funktioniert hat, das konkurrierende Währungssystem, das Hayek vorschlug, wo FIAT Geld und Gold am freien Markt den Teilnehmern zur Verfügung stehen, das Free Banking System, das in den USA and Schottland im 19. Jahrhundert existierte, sowie Schrumpfgeld, Zinsfreies Staatsgeld und Diktatgeld. Man kann über die Vor- und Nachteile dieser verschiedenen Systeme diskutieren, zu behaupten aber, daß es keine Alternativen zu einem Zinsbehafteten Kreditgeldsystem gibt, ist lächerlich.

    ZITAT: Weil der Mensch mit kleinen Fehlern ausgestattet wurde, ist praktisch nicht kontrollier- und vorhersehbar, in welche Richtungen sich Gesellschaftssysteme entwickeln.

    FALSCH Ludwig von Mises und unzählige andere lebende Ökonomen haben die jetzige Krise vorausgesehen. Siehe financialsense.com für weitere Links

    ZITAT: Die Spekulationsblase ist geplatzt. Jetzt geht es um den Wiederaufbau.

    FALSCH. In 2000 ist eine Blase geplatzt, eine 10% Korrektur des S+P500 kann nicht als Platzen einer Blase beschrieben werden. Was soll also wiederaufgebaut werden?

    ZITAT: Angenommen, Eichelburg wäre Entscheidungsträger an der Spitze der US Notenbank: Würde er dann auch in seinen Vorträgen empfehlen, Sparkonten aufzulösen? Bei Extrempositionen besteht die Gefahr, dass ein System vor die Wand gefahren wird – ein Stirb und Werde-Prozess, bei dem Mephisto seine Freude hätte.

    BEMERKUNG: Angenommen, ein Goldbug wie Alan Greenspan wäre Entscheidungsträger an der Spitze der US Notenbank: Würde er dann auch in seinen Vorträgen darauf hinweisen, daß Gold in extremis das einzige Geld ist, daß überall und immer akzeptiert wird. Würde er vermeiden, das Wort Geld in den Mund zu nehmen, wenn er von Legal Tender spricht und stattdessen nur von CLAIMS (=Ansprüche auf Etwas) sprechen? Würde er durch eine extreme Finanzpolitik das System vor die Wand fahren?

    Eichelburg hat hoffentlich im großen Unrecht. Im Detail hat er sicher Recht. Die Frage ist, will darauf spekulieren, daß er auch im Großen nicht Recht hat?

  13. börsentiger says

    Ein Danke diesem Forum und GS gegenüber. Die vielen Negativkommentare bestärken meine Ansicht langfristig LONG zu gehen, denn die Börse klettert stets nur an der Mauer der Angst.