Es wird teurer, als es sich die Finanzminister wünschen

Der Moving Markets Indikator “Kurs Trend Prognose Anleihen“ zeigt gestern eine beschleunige Abwärtsbewegung. Gemessen an früheren Markt- und Indikatormustern wächst die Wahrscheinlichkeit, dass der Indikator dem Bund Future nach unten vorausläuft.

Daraus lässt sich für die Märkte ein Szenario mit folgenden Thesen ableiten:

Natürlich wird Griechenland “gerettet” – aber es wird teurer, als es sich die Finanzminister wünschen.

Sobald sich Griechenland aus der Eurozone verabschiedet oder der Umschuldungsplan steht, werden die Marktteilnehmer ihre in deutschen Staatsanleihen geparkten Mittel aufgrund der Zinsdifferenz und der neuen Rahmenbedingungen in Richtung griechischer Papiere umschichten. Bleibt es chaotisch in Europa, dürften die Mittel in Alternative Anlagen weiter beschleunigt wechseln: Edelmetall, Asien, USA, Aktien, Immobilien.

Mit der “Rettung” Griechlands, bzw. Deutschlands und Frankreichs Banken, wird der Euro wieder eine große Portion weniger Wert sein. Unproduktiv verwendetes Kapital entwertet sich praktisch von allein: Es wird aus dem Fenster herausgeworfen.

Lesen Sie frühere Berichte dazu: http://trendgedanken.de/?tag=griechenland

Ein Wertverfall des Papiergeldes zeigt sich darin, dass Aktien immer noch vergleichsweise teuer sind – trotz der langfristigen Risiken auf der Kostenseite (eine an Nachhaltigkeit ausgerichtete Wirtschaft). Die Marktteilnehmer bringen ihr Geld in Richtung Sachwerte, weil die Geldwerte zunehmend ausgehöhlt werden – eine schleichende Inflationierung, die in keiner Statistik erwähnt wird.

Aus diesem Blickwinkel befindet sich der Anleihemarkt in Deutschland bereits im Abwärtstrend und der jüngste Anstieg zeigt einen oberen Wendepunkt.