Die US-Notierungen legten nach 17:30 Uhr den Rückwärtsgang ein, so dass die Short Spekulation aufzugehen schien. Aber rund 90 Minuten vor Börsenschluß erholten sich die Kurse wieder und kamen dort an, wo sie zum Handelsende in Deutschland auch schon standen.
Auf den ersten Blick sieht das nach einem Nullsummen-Spiel aus. Beim genauerem Hinsehen verstärkten sich die Risiken für den Aufwärtstrend. Denn der Vergleich der Tagesschlußkurse der vergangenen Tage fällt zum Nachteil des DAX aus. Er zeigt eine massive Outperformance, die mit der Situation vom Februar 2007 vergleichbar ist – die Vorbereitung auf eine mögliche Top Bildung.
Das SP500/DAX-Ratio kletterte heute auf den zweithöchsten Stand seit Ende Februar (Grafik wird ab morgen aktualisiert). Der DAX setzte in der Vergangenheit keine Trends, und er kann sich auch nicht von den US Börsen nach oben abkoppeln. Solche Spitzen gab es regelmäßig an oberen Wendepunkten.
Sollte es zu einer Top Bildung kommen, würde die Entwicklung der Beta Faktor Indikatoren dazu passen – zumindest, was die Trendsetter angeht: Sie machten die Aufwärtbewegung nicht mit, was signalisiert, dass sich einige Marktteilnehmer – im Falle einer Top Bildung wären es Insider – mit neuen Engagements zurück halten.
Beachten Sie, dass es zwar Indikatormuster für eine Top Bildung gibt, aber dem gegenüber auch Indikatoren stehen, die auf steigende Notierungen hinweisen.
So würde z.B. der zur Trendanalyse wichtige Indikator Aktienvolumen den Aufwärtstrend stützen, weil er etwas langsamer als der DAX kletterte. Niedrige Umsätze erhalten den Trend.
Mit der Short Position im Moving Markets Depot wird deshalb folgendermaßen verfahren:
1. Nach den ersten Indikatorberechnungen gegen 09:30 / 09:40 Uhr steht fest, ob sich die Warnsignale verstärken.
2. Sollten die Indikatoren auf fallende Kurse hinweisen, wird die Position gehalten.
3. Gibt es entlastende Faktoren (z.B. einen starken Anstieg des Trendsetter-Indikators), wird die Short Position verkauft.
Das Szenario
Mit der Short Position wird darauf spekuliert, dass der DAX den Anstieg in Richtung 7.000 Punkte nicht im ersten Anlauf schafft, sondern zunächst in Richtung 6.800/6.750 Punkte abtaucht. Er kann dadurch seine Ausgangsbasis für steigende Notierungen verbessern und die Gefahr eines Heisslaufens des Marktes verringern.
Andererseits gibt es zahlreiche Risiken, die die geeignet sind, die Finanzmärkte zu erschüttern. Deshalb ist es auch ratsam, bei Vorliegen solcher Warnsignale das Aktiendepot Short abzusichern.
Dax für Freitag 30.03.07:
Up über 6910 Punkte ->Long
Down unter 6785 Punkte -> Short
Ich sehe Platz bis 6940 – dann „Korrektur“…bis 6750, Dax lehnt sich aus dem Fenster.
Allen ein schönes WE.
Zur zeit halten die banken noch den dax oben,heute nachmittag würde es mich wundern,wenn die us-daten so gut wären,das der dow noch weitersteigt,bin schon seit eröffnung short.
Banken gehören in der aktuellen Börsenphase zu den Trendsettern – auch Ende Februar. Sie eignen sich deshalb nicht als Kontraindikatoren.
Es wäre eine völlig neue Marktmechanik, wenn die Banken den oberen Wendepunkt einleiten würden.
Allerdings ist ein Top immer etwas Neues, so dass ich Ihre Sichtweise nicht ausschließen kann. Nur: Den Trendwechsel vorauszusehen und ihn vorwegzunehmen, ist extrem schwer.
Um mehr Sicherheit für die Top Bildung Prognose zu bekommen, werden mehr Indikatoren benötigt. Und bei Betrachtung der Moving Markets Indikatoren in ihrer Gesamtheit bleibt festzustellen: Die Situation ist zu uneinheitlich, um von fallenden Kursen ausgehen zu können.
herr schmidt,ich hatte mich etwas unklar augedrückt,meinte das die banken heute den dax hochhalten,da übernahmespekulationen seitens der Citibank bestehen.grundlegend sind es natürlich auch die autowerte,welche den Dax so hochhalten,bei daimler seh ich den kurs als ok an,vw ist viel zu hoch gelaufen,sie werden schwierigkeiten haben ihre ziele zu erreichen.allerdings besteht die möglichkeit,das porsche immer bei kursschwäche nachkauft.