Künftig keine Rohstoffcharts bei Trend Gedanken

Zukunftsfähigkeit im Alltag anstatt auf- und abwärts zeigende Linien

Liebe Leserinnen und Leser,

die Publikation „Trend Gedanken“ hat in den vergangenen Jahren eine stetige Trendanpassung erlebt: Von einer reinen Börsenpublikation in Richtung einer Trendschau auf Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Einen Rückblick sehen Sie in „Über Trend Gedanken“.

Die Börsenbeobachtung bei Trend Gedanken und auch bei meiner anderen Plattform (seit 1995 bestehend) „Moving Markets“ lief im Hintergrund immer mit: Seit 1995 erfasste ich täglich Daten von DAX, Rohstoffen & Co, um einen Überblick über die Marktentwicklungen zu behalten. In den vergangenen Jahren (bis zum 21.10.2015) verbrachte ich täglich eine Stunde damit, all die Daten per Hand zu erfassen, die Indikatoren zu errechnen und ins Internet zu übertragen.

Eine Motivation war es auch, mit dabei zu sein und frühzeitig zu berichten (am besten vor den Ereignissen), wenn die Märkte deflationär implodieren oder inflationär explodieren. Das ist nun für mich so unwichtig geworden, dass ich künftig meine Aktien– und Rohstoffindikatoren nicht mehr aktualisieren werde.

Meine praktischen Projekte in Hannover (u.a. Aufbau einer Bauteilbörse, Upcyclingbörse – echte Warenbörsen -, Initiative Wandelwerte, das Regionalgeld Kulturtaler Hannover), erfordern vollständige Aufmerksamkeit. Die Charts werden nicht mehr gebraucht.

Was nun mit der Plattform „Moving Markets“ geschieht, die als Inhalt nur noch die aktualisierten Charts und die alten Seiten aus den Anfängen enthielt, weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall lohnt aus nostalgischen Gründen der Blick in die „Wayback Machine“, das Internet-Archiv.

Was auf jeden Fall bei Trend Gedanken erhalten bleibt, sind Berichte über Trends in Wirtschaft und Gesellschaft. Schwerpunkte sind Entwicklungen und Themen, die zu einem Aufbau von Resilienz beitragen. Es ist viel zu tun, um sich auf von aussen kommende, nicht beeinflussbare Ereignisse vorzubereiten. Die Krise Finanzmärkte seit 2007 (eigentlich schon seit 1997/1998) waren dabei nur der Anfang von systemisch miteinander verbundenen, globalen Entwicklungen.

Globale Ereignisse werden lokal spürbar. Handlungsfelder gibt es insbesondere auf kommunaler Ebene. In Städten, Gemeinden, Stadtteilen, Nachbarschaft lässt sich einiges bewegen und Zukunftsfähigkeit organisieren, worauf wir bei Länder-, Bundes- und Europa-Parlamenten lange warten müssten. Und die Finanz- und Aktienmärkte spielen dabei gar keine Rolle mehr.

Vielleicht sehen wir uns einem meiner Projekte?

Mit besten Grüßen aus Hannover

Gert Schmidt