Aktien und Staatsanleihen könnten mit der Griechenland-Krise gemeinsam unter Druck geraten

Das nächste Szenario für das Moving Markets Depot ist, dass Staatsanleihen und Aktien gemeinsam fallen können. Sie sehen das anhand des Kaufs des Bund Future Shorts und der Short-Zertifikate auf den Deutschen Aktienindex. Beide Positionen befinden sich zurzeit in der Gewinnzone.

Mit der Unterstützung Griechenlands wurde ein Fass ohne Boden geöffnet, was in dessen Folge auch die Bonität Deutschlands mindern könnte. Die monatelange Spekulation, dass deutsche Staatsanleihen einen Hort der Sicherheit bieten würden, könnte sich in Luft auflösen (Bericht vom 24.04.2010).

Eine Minderung von Staatsausgaben, die auch Deutschland bevorstehen dürfte, dürfte sich dämpfend auf die Konjunktur auswirken. Steigende Zinsen, Rückgänge in den Auftragsbeständen und das Implodieren von aufgeblasenen Bilanzen könnten insbesondere Blue Chips fallen lassen.

Große Aktiengesellschaft  haben ihre Lobbyisten besonders nahe an den Regierungen in Berlin und Brüssel platziert. Davon profitierten sie in den vergangenen 20 Jahren. Kippt der Trend zum Nachteil der Wirtschaftsjuristen – was anhand des Beispiels Griechenlands zu sehen ist – dürften insbesondere große Konzerne unter Druck geraten.

Kleine, mittelständische Unternehmen, Edelmetalle, die im Krisenfall auch ohne staatliche Protektion auskommen und nützlich sind, sind für den Kapitalanleger die erste Wahl. Im Moving Markets Depot befinden sich solche Werte.

Das gemeinsame Abrutschen von Staatsanleihen und Aktien wäre eine neue Entwicklung seit Beginn der Finanzkrise 2007. Sollte das passieren, könnte Ereignisse stattfinden, die mit 1931ff. vergleichbar sind.

Kommentare

7 Antworten zu “Aktien und Staatsanleihen könnten mit der Griechenland-Krise gemeinsam unter Druck geraten”

  1. Börsentiger sagt:

    @anveka
    Richtig! Bei dieser Jammeriade muss man ein verstärktes Long-Engagement ernstlich prüfen! Einzig saisonale Faktoren sind derzeit vielleicht etwas weniger günstig.

  2. GS sagt:

    Steigende Transportkosten, die Benzinpreise klettern weiter:

    http://www.cmegroup.com/trading/energy/refined-products/rbob-gasoline.html

    Das erschwert auch die Handlungsfähigkeit der Logistiker. Höhere Finanzierungs- und Treibstoffkosten legten auch 2008 den internationalen Handel lahm.

    Deshalb bin ich gespannt, wie es jetzt mit dem Baltic Dry Index weitergeht, zumal auch China auf die Liquiditätsbremse drückt:

    http://investmenttools.com/futures/bdi_baltic_dry_index.htm

    • anveka sagt:

      Verkauf CG815A zu 2,26. Netto 10% in wenigen Stunden, das reicht. Wichtig: Nicht zu gierig werden.

  3. GS sagt:

    Die Marktbewegungen zeigen, dass das altbewährte Zusammenspiel zwischen Aktien und Anleihen weitergeht:

    Als der DAX kletterte, geriet der Bund Future etwas unter Druck.

    Das bedeutet, dass die Marktteilnehmer noch nicht auf Baisse und größeren oberen Wendepunkt setzen.

    Aktien werden heute wieder als Sachinvestments gesehen und steigen mit Rohöl und Gold im Gleichschritt.

    http://www.movingmarkets.de/charts/gold.htm

    http://www.cmegroup.com/trading/energy/crude-oil/light-sweet-crude.html

  4. Börsentiger sagt:

    Nach einer weiteren kurzen Konsolidierung wird sich der DAX in Richtung 6400 aufmachen.Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird also das Jahreshoch noch im Mai überschritten. Alle Überhitzungserscheinungen der Indikatoren haben sich aufgelöst, daher ist ein weiterer signifikanter Anstieg zu erwarten.

    • MS sagt:

      Die Korrektur könnte dann bis zum letzten Tief bei 6024/6000 oder sogar bis 5900 gehen?

 

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