Pestel-Institut, Neuigkeiten aus der Resilienzforschung: Es ist viel zu tun in Deutschland

Das Eduard Pestel Institut für Systemforschung, e.V., Hannover, hat den Stadtvätern in Deutschland eine Hausaufgabenliste für 2011 vorgelegt. Denn nicht Wirtschaftswachstum und Exportquoten entscheiden über die Zukunftsfähigkeit unseres Landes, sondern eine gesunde Mischung aus  Bildung, Wohnungsbestand (Miete/Eigentum), ÖPNV und PKW-Bestand, Flächennutzung, Abhängigkeiten von fossilen Energien, Pendlerquoten und kommunalen Schulden.

Insgesamt  18 Indikatoren haben die Systemforscher zugrunde gelegt. Dabei kommen Sie zu interessanten Ergebnissen: Der Osten Deutschlands zeigt eine deutlich bessere Krisenfestigkeit als Kommunen in Westdeutschland. Und: Bei der Stabilität des Gemeinwesens könnte in einigen Regionen bereits Gefahr im Verzug herrschen.

Die detaillierten Ergebnisse rufen Sie hier ab:

http://www.pestel-institut.de/images/1/Regionale-Krisenfestigkeit-Pestel-Institut.pdf

Verantwortliche in Wirtschaft und Gesellschaft sollten die Ausarbeitung als Mahnung verstehen: Wer immer noch von “Wirtschaftswachstum” als Heilsbringer träumt, führt seine Bürger in eine Sackgasse.

Falls Sie in einer Region mit dringendem Handlungsbedarf leben, haben Sie zwei Möglichkeiten, um die Lage zu verbessern:

  • Weisen Sie Ihre Stadtverwaltung auf die Studie hin.
  • Schließen Sie sich Ihrer örtlichen Transition Towns-Initiative an, eine weltweite Bürgerbewegung mit über 1.000 Städten. Hier finden Sie Informationen, Ansprechpartner und Veranstaltungen aus Ihrer Region in Österreich, Schweiz, Deutschland: http://www.transition-initiativen.de

Der Jahreswechsel eignet sich zum Innehalten, Abwägen der der Situationen und ist auch ein guter Anlass, um neue Ziele anzuvisieren.

Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr – mit sanfter Landung, vielen Ideen und göttlichen Eingebungen, vor allem Gesundheit und eine schöne Zeit mit Ihrer Familie und Ihren Freunden.

Ihr

Gert Schmidt