Mutig, Das Handelsblatt titelt: Der stille Putsch des Technokraten-Kartells

Ja, die Gefahr ist real, dass an den Bürgern vorbeiregiert wird und uns zunehmend die Entscheidungen aus der Hand genommen werden. Die Finanzkrise ist eine Gefahr für den Föderalismus in Deutschland und die Demokratie in Europa. Zum Handelblatt-Bericht

Hier, bei den Trendgedanken zum Finanzkollaps wurde das in der Vergangenheit thematisiert:

Bericht vom 10.09.2009: Preise bilden sich nach Angebot und Nachfrage

Überall dort, wo sich der Staat mit seinen Möglichkeiten in den Vordergrund drängt und interessengesteuerte Entscheidungen trifft, kommt es regelmäßig zu Fehlentwicklungen mit schwerwiegenden Folgen. Ein schlanker Staat mit vielen frei handelnden Individuen und Insitutionen ist weniger anfällig und fördert stetiges, langfristiges Wachstum mehr, als Regierungsprogramme in der Lage sind. Bürokratie, Sozialismus, Technokratie sind der Tod einer freien Gesellschaft.

Bericht vom 15.08.2009: “Da bricht ein Stück Weltbild für mich zusammen.”

Was 2007 – 2009 von Legislative und Exekutive in Berlin eingebrockt wurde und durch die “Sachzwänge” der neu entstandenen Finanz-Technokratie entstand, führt entweder in die Diktatur oder ins Chaos.

Ihre Verantwortung tragen Sie so oder so, gleichgültig, was passiert: Bleiben Sie passiv, geschieht weiterhin das, was die Sachzwänge erzwingen.

Deshalb kommt es auf das gesellschaftliche Engagement eines jeden Einzelnen an: Künftig soll es mehr Alternativen geben als das, was uns die Finanz-Experten weismachen wollen.

Kommentare

52 Antworten zu “Mutig, Das Handelsblatt titelt: Der stille Putsch des Technokraten-Kartells”

  1. KFEB sagt:

    Gedanken zum Markt:
    1. Finanzkrise
    Was ist los in der Eurozone. Die Alarmlampen leuchten auf. Wie erwartet ist die Politik gescheitert, Ruhe in die Eurozone zu bringen. Es zeichnet sich immer mehr ab, dass die Verantwortlichen zu einer Bewältigung der Krise nicht in der Lage sind.
    Dazu kommt dass Europas Wirtschaftswachstum ins Stocken gerät (0,2% im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal). Das ausbleibende Wachstum in der Eurozone (u. a. verschärft durch Sparmaßnahmen) verschärft das Problem nur.
    Normalerweise müsste man erwarten dass die Renditen der Staatsanleihen infolge der Wachstumsschwäche fallen würden. Statt dessen steigen sie aus Angst vor einem Zahlungsausfall von Staatsanleihen (Spreadausweitung als Gefahrenindikator, Italien, Spanien).Das Misstrauen der Anleger gegenüber dem Krisenmanagement der Eurostaaten hat auch die bisher noch als grundsolide geltende Länder wie Frankreich, Österreich, Niederlande erreicht.
    Kippt jetzt die EZB?
    Es wird spannend. Ich schließe nicht mehr aus das die EZB umfällt und zum letzten ultimativen Kreditgeber in der Eurozone wird.
    Was wären die Folgen? Kurzfristig könnten die Aktienmärkte positiv reagieren. Aber lassen sie sich als Anleger nicht täuschen. Auf Dauer ist mehr Liquidität zur Lösung der Schuldenkrise um Euroraum keine Problemlösung.
    2. Bankenrekapitalisierung (Ergebnis des letzten EU-Gipfels)
    Das Bankensystem als Kartenhaus, welches vielleicht demnächst zusammenfällt?
    Ein Blick z. B. in die Bilanz der italienischen Bank Unicredit lässt einem erschauern.
    http://www.unicreditgroup.eu/ucg-static/downloads/Consolidated_Interim_Report_as_at_September_30_2011.pdf
    Natürlich war der Stresstest für Banken im Juli 2011 positiv. Die Risiken in der Bilanz von Unicredit sind enorm (Investments in Osteuropa und italienische Staatsanleihen). Wer soll eine eventuelle Kapitalerhöhung finanzieren?
    Deshalb Hände weg von Banken. Stattdessen gilt Bankaktien nein – Minenaktien ja!
    3. Märkte
    An den Märkten rechne ich mit Extrembewegungen im Euro/USD, Bundfuture und DAX.
    Die Bärenmarktrally in den Aktienmärkten neigt sich dem Ende zu. Ein Problemsektor sind die Banken. Vielleicht werden auch noch die Versicherungen zu einem Problemsektor werden.
    Die Kräfte für die Aufwärtsbewegung lassen nach, Käufer auf diesem Niveau bleiben aus. Ein schwacher Euro und fallende Renditen der Bonds zeigen den Trend an.
    Die Fallhöhe im DAX vom letzten Hoch bei ca. 6400 Punkten am 28.10.2011 ist beträchtlich.
    Ich werde mich dazu noch ausführlicher im nächsten Quartalsupdate dazu äußern.
    Warum reagieren die Aktienmärkte (DAX) so gelassen, obwohl die Schuldenkrise in der EU langsam unkontrollierbare Formen annimmt?.
    Momentan sieht es so aus, als wenn die Aktienmärkte auf die EZB-Erklärung warten, dass sie bereit ist als letzter Kreditgeber einzuspringen.
    4. Anlagestrategie Investor
    Momentan noch immer 100% Cash.

    • Slyrs sagt:

      @KFEB: vielen Dank für Ihren Kommentar – bitte weiter so !!!

    • Willie sagt:

      @KFEB – wie immer sehr interessanter Beitrag – und man darf gespannt sein, ob die EZB tatsächlich noch einknickt. Vorstellbar wäre es und für die Märkte wäre es zumindest vielleicht kurzfristig ein aufbäumen. Wenn man sich die Tage, insbesonders gestern und auch heute wieder den Indexverlauf ansieht, dann kann man sagen: Dass ist jenseits jeglicher Normalität. Hat mit Börse mal schon gar nichts mehr zu tun, eher mit “Spiel”. Spiel der Algos in Extremen und unberechenbar. Alles ist möglich, blitzschnell extrem nach oben und dann wieder nach unten, usw. Wo das wohl endet? Kontrolliert? Unkontrolliert?

      • KFEB sagt:

        Sind die technischen Regierungen besser in der Lage, die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen?
        Vorweg, Maßnahmen die durch einen demokratischen Beschluss zustande kommen genießen viel mehr Legitimation, als solche die von oben oder von außen verordnet werden.
        Betrachten wir Italien: Der Abgang von Berlusconi wurde bejubelt. Der Nachfolger Monti könnte einschneidende Maßnahmen verkünden, mit der Folge dass diese weniger akzeptiert werden, als sie von einer parlamentarisch gewählten Mehrheit einer Volksvertretung beschlossen werden. Das macht auch die Umsetzung schwieriger. Wenn Monti als verlängerter Arm von Brüssel (EU-Sitz) empfunden wird, ist die Akzeptanz von beschlossenen Sparmaßnahmen gering.
        Fazit: Eine Beruhigung in der Eurozone bringt die Technokratenlösung nicht.
        Vielmehr ist es wichtig, die Strategie der Politik zu analysieren, mit ihren Wirkungen auf die Märkte.
        Interessant wird sein, wie lange Deutschland die EZB aus dem Spiel halten kann, bis eine Möglichkeit geschaffen ist, direkt in die Haushalte der Schuldenmacher einzugreifen.
        Deutschland sollte seine Stellung in der EU ausnutzen, und von den Euro-Ländern Reformen verlangen, die in normalen Zeiten nie gekommen wären. Denn sobald die Märkte glauben, dass Deutschland sowie zahlt, sind wir wieder auf den guten Willen der anderen angewiesen.
        Welche Konsequenzen für die Märkte lassen sich momentan ableiten:
        Die Botschaft der Märkte ist klar: Misstrauen gegenüber der Politik, die aktuellen Probleme zu lösen. Und diese Probleme sind vielfältig (Abschwächung der Konjunktur, ungelöste Eurokrise mit ihren Auswirkungen auf das Finanzsystem, Flucht aus Risiko behafteten Vermögenswerten, USA handlungsunfähige Politik als Konflikt zwischen demokratischen Präsidenten und republikanisch dominierten Kongress).
        Sollte die Konsolidierung der Staatsfinanzen in den Industrieländern angegangen werden, dann dürfte dies mittelfristig ein geringeres Wachstum, niedrigere Renditen für Staatsanleihen und niedrigere Bewertungen für Aktien die Folge haben.
        Kommt die große Diät? Wenn ja, die Konsolidierungsmaßnahmen werden negative konjunkturelle Folgen haben, der Bärenmarkt an den Aktienmärkten wird sich fortsetzen.
        Also die politischen Entscheidungen sowohl in Europa und in den USA stehen unter verschärfter Beobachtung.

        • Der Ruf in Italien “nach dem starken Mann” an der Spitze hat hoffentlich keine Nachahmer in anderen Ländern. Aber es ist genau das, was die Märkte sich wünschen. Sie haben eine Sehnsucht nach Leitlinien und Orientierung.

          Freie Entfaltung ist nicht erwünscht und erzeugt Unsicherheit. Deshalb könnte Monti für eine Erholung sorgen. Er verspricht lt. Handelsblatt

          * eine Reform des Rentensystems,
          * einen verstärkten Kampf gegen Steuerbetrug
          * eine Senkung der Staatsausgaben
          * Wirtschaftswachstum und
          * einen stärkeren sozialen Zusammenhalt

          In diese Reihe passt praktisch alles – bis auf das Wirtschaftswachstum. Bei einer Senkung der Staatsquote dürfte Wachstum eher geschwächt werden. Wie Monti das schaffen will, bleibt rätselhaft – zumal Deutschland auch bald höhere Zinsen bezahlen dürfte und als Einkäufer europäischer Produkte und Staatsanleihen weniger Mittel zur Verfügung haben dürfte.

          Vielleicht träumt hierzulande schon Jens Weidmann von seiner Berufung zum Krisenkanzler. Er ist unverdächtig – und im Hintergrund sind die Strippenzieher. Eine ironische Spitze.

          Das sagen dazu die Indikatoren:

          * SSI1 und SSI2 lieferten gestern ein Kaufsignal
          http://www.movingmarkets.de/?page_id=980

          * die A/D-Linie ist überdurchschnittlich gefallen = Kaufsignal
          http://www.movingmarkets.de/?page_id=855

          Eine vorübergehende Erholung ist deshalb denkbar. 6.400? Ja, wenn die Regierungen etwas Neues aus dem Hut zaubern.

          Denkbar ist auch, dass die EZB ankündigt, unlimitiert Staatsanleihen zu kaufen. Das würde ein Feuerwerk auslösen und den Weg in Richtung Inflationierung freimachen.

          Denn, bitte beachten:

          Die Trendsetter befinden sich auf Sturzflug:
          http://www.movingmarkets.de/?page_id=1167

          Die Lage an den Märkten darf als äusserst kritisch eingestuft werden. Entweder wird der DAX nach unten weitergereicht – oder, was wahrscheinlicher ist, es kommen neue Interventionen in brenzliger Lage. TINA!

          • KFEB sagt:

            @GS schreibt: „In diese Reihe passt praktisch alles – bis auf das Wirtschaftswachstum. Bei einer Senkung der Staatsquote dürfte Wachstum eher geschwächt werden. Wie Monti das schaffen will, bleibt rätselhaft – zumal Deutschland auch bald höhere Zinsen bezahlen dürfte und als Einkäufer europäischer Produkte und Staatsanleihen weniger Mittel zur Verfügung haben dürfte.“
            Dazu ergänze ich: Was Europa benötigt, ist eine Wachstumsperspektive um dem Schlamassel zu entkommen. Dazu gehört auch, dass in gewissen Ländern die Bürger bereit sind Steuern zu zahlen und der Staat mit diesem Geld auch verantwortlich und effizient umgeht. Der letzte Punkt ist für mich der wichtigste und der schwierigste.
            Solange das nicht passiert habe ich den Eindruck als hätte man den Navigator zum Piloten gemacht und erwartet auch noch dass er nun einen anderen Kurs einschlägt.
            Deshalb bleibe ich immer noch zurückhaltend bei Investments.
            Zu den Märkten. Wir stehen momentan an einem wichtigen charttechnischen Level, der bestimmt einen Test unterzogen wird. Der Ausgang wird über die weitere kurzfristige Richtung entscheiden.

            • Tja, der effiziente Umgang mit dem Volksvermögen … die Welt ist im Laufe der Jahrzehnte kompliziert geworden. Fehlentscheidungen konnten mit Geld kaschiert werden. Das ist nicht mehr so einfach möglich. Wenn der Staat jetzt sparsam agiert, hagelt es Proteste von den Geldempfängern. Das steht Italien und anderen Ländern erst noch bevor. In Deutschland leben wir auf einer Insel der Glückseeligkeit.

              Heute wurde noch einmal gesagt, dass die Notenbanken nciht berechenbar sein dürfen. Das werden wir dann bei der nächsten Bärenfalle sehen. Wenn die Charts den DAX abtauchen lassen, weil die Unterstützung der Linien fehlt, könnte DAS damit gemeint sein.

  2. Ben sagt:

    @GS: ich hab den DOID Chart studiert und ich komm nicht drauf was der aussagen kann. Der Wert zackt nach oben aber Kurs fällt / steigt weder mit noch Tage / Wochen später. Es scheint mir als macht der DOID was er will und hat nichts mit dem Kursverlauf am Hut. Vielleicht sind die Verfallstage ein Grund für Zick-Zack im DOID oder sonstige mir nicht bekannte Sondereffekte. Oder bin ich blind ?

    • DOID: Ja richtig, die Verfalltage sorgen für Ausschläge nach oben. Sie dürfen ignoriert werden, zeigte sich nach jahrelanger Beobachtung.

      Aussagekräftig ist DOID in der historischen Betrachtung:

      2001
      http://www.movingmarkets.de/?page_id=1031

      2003
      http://www.movingmarkets.de/?page_id=1029

      2007
      http://www.movingmarkets.de/?page_id=1021

      Auf die aktuelle Entwicklung übertragen bedeutet das: Der DAX hat seinen Boden noch nicht gefunden.

      Allerdings gibt es Verbesserungen bei anderen Indikatoren, z.B. Kurs Trend Prognose Aktien
      http://www.movingmarkets.de/?page_id=1231

      SSI1 und SSI2
      http://www.movingmarkets.de/?page_id=980

      Auch die Talfahrt mit hoher Marktbreite in den vergangenen Tagen verbesserte die Markttechnik.

      Ausserdem nähern wir uns den Eurobonds. Sie sind vermutlich (ggf zusammen mit Konsumschecks der EU Staaten) der Auslöser eines inflationären Schubs.

      Sobald die Trendsetter zulegen und DOID steigt, könnte der Boden erreicht sein

      Trendsetter
      http://www.movingmarkets.de/?page_id=980

      DOID
      http://www.movingmarkets.de/?page_id=1791

      • H.S. sagt:

        @ GS: Warum sollen Eurobonds und ggf. Konsumschecks die Auslöser für einen inflationären Schub sein? Eurobonds sind aus deutscher Sicht schlecht, da die Zinslast höher sein wird und sich somit die Zinsaufwendungen des Bundes deutlich erhöht. Außerdem sollen doch die Euro-Staaten wie verrückt sparen und Personalabbau plus Gehaltskürzungen im öffentlichen Dienst in den Problemländern sind doch schon beschlossen.
        Außerdem gibt es doch weltweit genug Schwierigkeiten wie z.B. in China mit einer großen Immobilienblase und Schieflage bei vielen Banken. Die USA können weiter in ihrem Rating herabgestuft werden und die Finanzmärkte verunsichern. Andere Länder wie Frankreich oder Belgien werden auch bald Probleme mit ihren Ratings bekommen. Wo also soll da noch Phantasie für massiv steigende Aktienkurse herkommen?

        • Zu Eurobonds

          Die Regierungen werden mit allen Mitteln Wirtschaftswachstum fördern. Deshalb werden sie bis zuletzt alle verfügbaren Mittel wählen. Zusammen mit den bisherigen Maßnahmen bedeutet das Voraussetzung eine noch stärkere Geldentwertung als bisher.

          Die Aktienmärkte leiden zunehmend unter Geldentzug und erzwingen aufgrund fallender Notierungen das Eingreifen der Regierungen – wie schon seit 1997ff. und auf 2007ff.

          Eurobonds sind der Einstieg in die hemmungslose Verschuldung und hemmungslose Neugestaltung Europas und vermutlich der Auslöser für eine langfristige Entwertung des Euros.

          Die Phantasie für steigende Aktienkurse kommt dann aus dem durch Eurobonds und ggf. Konjunkturprogramme beschleunigten Geldmengenwachstum und den ggf. höheren Umlaufgeschwindigkeiten des Euros.

          Das beginnt vergleichsweise harmlos als Wirtschaftswachstum und endet nach ein, zwei Jahren in einer Inflationsspirale, die kaum noch aufzuhalten ist.

          Die Alternative ist eine Deflationsspirale, auf die wir gerade zusteuern. Aber genau die soll ja mit allen Mitteln verhindert werden.

        • Es wird ja auch viel mit Stimmung gearbeitet.

          Und wer weiss … vielleicht wird jetzt extra schlechte Stimmung verbreitet, damit die Umlaufgeschwindigkeit des vielen Geldes gering bleibt.

          Es wäre für die PR Abteilungen möglich, eine neue Konsumstimmung herzustellen, die zu mehr Verbräuchen und Ressourcenabbau führt.

          Das würde dann für Wachstum sorgen. Diese Karte wurde bisher noch gar nicht gespielt.

  3. Die Rallye kann noch ein Stück weitergehen, denn von den Sicherheitsinvestment-Indikatoren kommen aufwärts zeigende Signale (SSI1 + SSI2).
    http://www.movingmarkets.de/?page_id=980

    Auch die A/D-Linie zeigt aufwärts
    http://www.movingmarkets.de/?page_id=857

    Deshalb: 6.200 / 6.400 …. mit etwas Glück möglich.

    So könnte ein Turnaround aussehen.

    Wenn jetzt auch noch die Profis an den Markt zurückkehren, wirds spannend. Denn dann könnte die Phase der Unsicherheit überwunden sein.

    Dazu im Blick: DOID und Trend Prognose Indikator

    http://www.movingmarkets.de/?page_id=1791

  4. Ben sagt:

    @GS: man hat den Eindruck, als hören die Marktteilnehmer nicht mehr auf die Negativmeldungen und fangen an zu kaufen – gerade als wäre die penetrante Abwärtsbewegung vorbei

    • Richtig, Ben. Sie testen gerade das Szenario, Anleihen zu verkaufen, um auf Aktien umzusatteln.

      Aber das Pferd zu wechseln erscheint riskant. Denn die Staatsanleihe-Indikatoren signalisieren, dass die Bund-Pferde nur eine Pause einlegen. Es ist keineswegs eine Überbeanspruchung erkennbar.

      http://www.movingmarkets.de/?page_id=1235

      Das bedeutet im Gegenzug: Neue Schwierigkeiten im Euro erleichtern Deutschland die Schuldenaufnahme.

      So gesehen ist Schäuble ein guter Taktiker: Indem er Risiken beschreibt, stärkt er die deutsche Position und den “deutschen Euro”.

      Auf Aktien übertragen bedeutet das: Der DAX könnte von Fluchtgeldern aus anderen Staaten profitieren – wie schon in den Vorjahren.

      Aber: Das ist eine miserable Basis für eine Investmententscheidung. Ein DAX-Aufwärtstrend auf der Grundlage der Schwäche der Anderen dürfte kaum nachhaltig und stabil sein – auch, wie in den Vorjahren.

      Der Anstieg dürfte eher ein Strohfeuer sein. Die Indikatoren signalisieren noch nicht für den DAX, dass sich Long-Positionen mit längerer Halteperspektive lohnen.

  5. Eugen sagt:

    Die wichtigsten Notenbanken der Welt stellen den globalen Finanzmärkten nun doch mehr Geld zur Verfügung. Was meint ihr? Kommt jetzt die Jahresendrally (DAX)?

    • Ja, könnte sein. Jahresendrallye.

      Und DOID zieht sogar auch an.

      Viellleicht ist das sogar die Startschuss für die Inflationsblase mit Endziel DAX 15.000.

      Das würde ich als Szenario begründen, wenn die Indikatoren dazu passen.

      Überhaupt nicht dazu passt der bullische Staatsanleihe-Indikator:

      http://www.eurexchange.com/market/quotes/INT/FIX/FGBL_de.html

      Es gäbe noch zu viele Einwände – obwohl ich mich gern festlegen würde. Aber das Indikatorbild ist für Inflationsszenarien nicht rund.

  6. der_mit_dem_dax_tanzt sagt:

    Dax 6100 Kauf von ein paar Dax shorts.

    • Langfristig steigt die Börse. Das macht der Dow Jones seit über 100 Jahre. Startpunkt war bei 60 Punkten, soweit ich glaube. Heute steht der Index bei 12.000 Zähler. Die Börse ist also eine phänomenale Gewinnmaschine, sofern man Geduld hat.
      Wer dagegen rein und rausspringt aus dem Markt, der muss nicht unbedingt zu den Profiteueren zählen. Eher ist das Gegenteil der Fall.
      Beste Grüße

      • john sagt:

        ich kann mir nicht vorstellen,das wir die nächsten jahre eine grössere inflation bekommen.das geld,welches jetzt gedruckt wird,das wird ja sofort aufgesaugt,weil es fehlt(erzeugt keinen überschuss) bzw.ist es ja im weiteren sinne das geld,welches per konopfdruck ersetzt wurde,aber eigentlich nicht verfügbar war.
        deswegen setz ich eher auf einen dax 3000-4000….bis mitte/ende nächsten jahres….

      • Marc sagt:

        Ich pflichte Herrn Schaefers Ausführung ja grundsätzlich bei….jedoch bin auch ich der Ansicht dass wir in dieser Woche erstmal von fallenden Kursen ausgehen müssen.

        Der bearische Impuls der am Freitag kurz einsetzte kann heute nur kurz “ausgehebelt” werden. Eine Korrektur scheint in Anbetracht der jüngsten kursanstiege eigentlich schon längst überfällig. In Anbetracht der stark überverkauften Situation in der wir uns gerade befinden, gehe ich von einem Rückgang auf ca. 5700-5800 aus

    • der_mit_dem_dax_tanzt sagt:

      6150 Kauf weiterer Dax shorts

  7. Ben sagt:

    @Ben/Marc: Sie sind also short oder wollen noch mal billig einkaufen :)

    Man ist geneigt auf den Untergang zu spekulieren, aber es scheint einem bisseln gegen den Wind gleich zu kommen. Schwankungen in jede Richtung für die kommenden Tage sind das Rauschen am Markt aber einen starken Downtrend würde ich nicht erwarten. @Marc: Sie schreiben als freudscher Verschreiber (nehme ich an) von einer überverkauften Situation und ich tippe tatsächlich auf eine nennenswerte Überverkauftheit, welche mit Schmerzen aufgelöst werden müsste wenn die Märkte weiter steigen.

    Nachdem die grossen Spieler die Märkte modellieren und die knock-out Marke im Focus haben, macht es für das große Geld Sinn eine weitere Aufwärtsbewegung zu initieren.

    Bei 6700/6800 könnte es dann wieder eine Korrektur geben.

  8. Marc sagt:

    6100 — Kauf “Long” ….

  9. Marc sagt:

    61180 — Verkauf “Short”

  10. Marc sagt:

    So das wars für heut….mit dickem Plus gehts dann morgen weiter ;-)
    Ich geh davon aus dass wir morgen eine tendenzielle Seitwärtsbewegung entlang der LL sehen. Gegen nachmittag wirds dann mal Zeit die Linie zu reissen :-)

    • Marc sagt:

      6128—–Verkauf der “Shorts”……
      Jedoch voerst mal keine Longs mehr heut ;-)

      • Marc sagt:

        Starkfrequente Wellenmuster nahe LL — daher erfolgt jetzt ein Kauf von Shorts bei 6142 …. es ist zu erwarten dass die untere LL der Regressionskurve nach PM auf Basis des tagescharts heute noch erreicht wird !

      • Marc sagt:

        Und kurz hoch mit dem Köpfchen ;-)
        6145 — Kauf weiterer “Shorts” ..

  11. Marc sagt:

    2. Gap im zweiten Slot erreicht…jetzt sollte sich eine leichte Gegenbewegung entwickeln…”Shorts” werden jedoch gehalten

    • Marc sagt:

      Ui … 3. Gap im zweiten Slot bereits gerissen….NOCH halten der Shorts… :-)

      • Marc sagt:

        Okay….das Angebot war einfach zu “gut” :-) Im Anlauf zum 4. Gap (6120) Verkauf der Shorts :-)

        • Marc sagt:

          Erwarte eine gegenbewegung zum 2. Gap…..innerhalb 3 Slots. Warte mit dem Kauf von Longs nahe des 6. Gaps ( 6095) ;-)

  12. Marc sagt:

    Gap verfehlt…..Ausbildung einer bearish-Formation.

    Die zuvor erwähnte Prognose bleibt eindeutig erhalten: Morgen ist zunächst eine Seitwärtsbewegung zu erwarten die sich am unteren LL Band orientiert…. daher erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt ein erneuter Kauf von Shorts.

  13. Marc sagt:

    Rebound verfehlt….daher Kauf von Shorts bei 6120…Rebound-Gap bleibt vermutlich geschlossen

  14. Marc sagt:

    7. Gap gerissen….. jetzt ergibt sich eine Floating Gap Sequence bis zu einem Bereich von 5800…..

  15. Marc sagt:

    Anhand der DGI Gap Dynmaics würde sich für den folgenden Tag sogar eine Floating Sequence bis zu 5900 ergeben….

    • Marc sagt:

      Der DGI Gradient widerspricht diesem Szenario jedoch etwas…..wir haben hier leider einen etwas “verhaltenen” Anlauf der Floating Sequence. Sollte ich richtig liegen, deutet der DGI Gradient lediglich auf einen Bereich von 6047 hin…..

      • Marc sagt:

        Legt man jedoch den Tageschart der DGI dynamics und die resultierenden DGI Limits übereinander, so wird jedoch deutlich dass die DGI Kerzen das untere Limit deutlich sprengen. Der Mittelwert dieser Sprengung innerhalb der letzten 6 Slots ergibt 35.73 .

        Berücksichtigt man die mittlere Sprengung und eine Sequenz basierend auf dem DGI Gradienten, so erscheint ein Erreichen von knapp 6010 am wahrscheinlichsten.

  16. Marc sagt:

    Falls jemand Interesse an der regressiven Gap-Slot Analyse nach Pearson hat, kann er sich gerne jederzeit bei mir melden ^^

  17. Marc sagt:

    Das aktuelle S&P Rating wird heute wohl sein übriges dazu beitragen dass sich meine Prognose bzgl. der fallenden GapSequence nach Pearson heute einstellt.

    Wie gestern bereits angekündigt ist heute ein Erreichen von 6010 am wahrscheinlichsten. Dies ist jedoch rein charttechnisch begründet……

    Bezieht man die aktuellen Meldungen mit ein, so halte ich einen Rückgang bis auf 5800 gar nicht so ausgeschlossen ^^

  18. Marc sagt:

    Ihrem Schweigen entnehme ich dass Sie geradezu fasziniert sind von der genauigkeit meiner Prognosen :-)

  19. Ben sagt:

    @Marc: tolle Vorhersagen, aber Sie müssen autistisch veranlagt sein :) um so ein System oder so ein Handeln zu mögen.

    Ich glaube nicht, dass alles so wild kommt – ich halte mich fern und warte ab – wird es billiger, dann möchte ich noch was kaufen – wirds teurer bin ich dabei. Alles ander ruiniert meine Nerven.

  20. Marc sagt:

    @Ben: Tja Ben ich nehme Ihnen es nicht übel dass sie ausladend beleidigend werden. Der Erfolg gibt mir sicherlich recht….warten Sie weiterhin ab. Hin und wieder hilft es ja dem gemüt andere zu denunzieren ;-)

    1.Slot ist zu … Benni :-)

  21. Ben sagt:

    @Marc: Nein, nein, da bitte ich um Verzeihung – ich nehme das ungute Wort zurück – ich wollte nicht beleidigen.