Schwächelnder DAX erpresst finanzmarktfördernde Maßnahmen

Natürlich schauen die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft auf den DAX. Kippt er, sorgt er nachdrücklich und wie ein drohendes Damoklesschwert für wohlwollende Entscheidungen auf der finanzpolitischen Ebene. Steigt er, bestätigt er, dass die Wünsche der Finanzindustrie berücksichtigt werden.

So entstand auch der Eindruck von Erpressung, als der DAX Anfang März auf 6.600 Punkte purzelte. Der schwache DAX könnte gefördert haben, dass die Maßnahmenpakete zur Förderung der griechischen Gläubiger durchgewunken wurden.

DAX Ausblick:

Was immer die Kurse klettern ließ: Die Hürde von 7.000 Punkten könnte vorerst ein starker Widerstand sein. Die Moving Markets Indikatoren signalisieren, dass gerade die Aufschwung-Energie verloren geht:

http://www.movingmarkets.de/?page_id=1791

Die Indikatoren “Beta und Rendite hoch”, DOID, SSI1 +SSI2 schwächeln und die A/D-Linie zeigt sich stabiler als der DAX. Das könnte der Vorbote für einen Rückschlag sein. Möglicherweise legt der DAX eine Kletterpause ein, um die Unterstützung bei  6.400 Punkten zu testen.

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Kommentare

8 Antworten zu “Schwächelnder DAX erpresst finanzmarktfördernde Maßnahmen”

  1. Gert Schmidt sagt:

    Der DAX steigt zwar kräftig weiter und erfüllt dadurch zunächst meine winterlichen Erwartungen zum Jahresbeginn. Insofern passt alles – ist eine schöne Bestätigung der Kaufsignale.

    Aber die Schlusskursdaten von gestern geben immer noch den Hinweis, dass der Ausflug über 7.000 Punkte (noch) nicht der Startschuss für Inflation sein wird.

    • Rudi sagt:

      @GS – Hallo! Wie ich/wir sehen, sind wir auf dem richtigen Weg. Weiter so ;-)

      • Hallo, Rudi, jetzt gehts also wirklich runter ….?

        Und das 2 x 7100 antippen war eine Intraday-Doppelspitze ….?

        • Rudi sagt:

          @GS – meine “aktuelle Prognose” – siehe ganz oben auf der Cues Seite – veröffentlicht unter “Benny” ;-)
          Ich gehe das ganz entspannt an, ohne ständiges hin und her und vor allem “ohne ständig short zu gehen” – weil es jetzt ja “runter gehen muss” usw.! Die Jungs verbrennen sich ja bestimmt ständig die Finger und so ganz nebenbei ihr Kapital!
          Habe mich von alldem “abgekoppelt” – gehe zwischenzeitlich spazieren in der schönen Natur und anschließend noch nen schönen Kaffee trinken im Straßencafe. So tradet man heute ;-)

        • DAX 7.153. Ok – keine Doppelspitze und die Party möchte weiterlaufen.

          Kann mir nicht vorstellen, dass das jetzt einfach so weiterläuft.

          Für einen inflationären Schub ist zwar alles gut gerichtet. Auch werden die Entscheidungsträger applaudieren, wenn die Wirtschaft in einen Boom hineinläuft.

          Aber ich kann mir angesichts der Indikatormuster nicht vorstellen, dass das alles schon jetzt nahtlos weitergeht. Da wird noch ein Haar in der Suppe auftauchen – was immer das sein mag.

        • Schlecker bekommt kein Geld von der KfW.

          http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/kfw-kredit-für-schlecker-bund-105212433.html

          Zwar werden offiziell formale und politische Gründe dafür ins Feld geführt. Aber es erscheint denkbar, dass auch die Kfw auf ihre Risikostruktur achten muss. Auch diese Bank wird mit geringer Eigenkapitalquote geführt und könnte bei einem Ausfall von Schuldnern in Schwierigkeiten geraten.

          Die seit Jahren niedrigen Zinsen haben eine massive Überschuldung der Kreditnehmer gefördert und könnten bei der KfW für ungesunde Bilanzverhältnisse gesorgt haben.

          http://trendgedanken.de/?s=kfw

  2. So, GOLD holt nochmal Luft und dann geht’s aufwärts:

    http://www.movingmarkets.de/charts/gold.htm

  3.