Neue Ökonomie mit Gemeinwohl-Orientierung wächst

Nicht Massenpsychologie, Stimmung oder Bilanzen bewegen die Kurse, sondern der hohe Anteil staatlicher Regularien. Er wurde mit den ersten Krisen 1997ff. aufgebaut und seit 2008 stetig verstärkt.

Die freie Entwicklung des Marktes löst sich auf. Aktien, Anleihen, Rohstoffe bewegen sich wie auf Schienen. Das verschafft kurzfristig ein Gefühl von Sicherheit, kann jedoch langfristig nicht gutgehen. So wie die Rettungspakete der vergangenen Jahre nur vorübergehend halfen, dürfte sich das System gegen den Steuerungskreis aus Finanzwirtschaft und Regierungen aufschaukeln. Die Begrenzungen dürften von allein aufbrechen, weil die Kraft der Freiheit stärker ist.

Es stellt sich die Frage, ob die Freiheit zugelassen wird. Denn es ist auch möglich, dass sich die Steuerung mit den Mitteln des Diktats weiter verschärfend fortsetzt. Das wäre der Exitus. Niemand bräuchte dann einen freien Markt. Der Staat würde für uns entscheiden, was wir brauchen und was gut für uns ist.

Die positivere Variante wäre, dass sich die Einflüsse des Staates reduzieren. In diesem freundlicheren Szenario übernehmen die Bürger und Unternehmen mit Gemeinwohl-Orientierung die Verantwortung. Die aktive Bürgerschaft wächst in den Bereichen, wo der Staat und internationale Konzerne versagen.

Weil ein Hauch davon bereits spürbar ist, entstehen weltweit Initiativen, wie z.B. die Transition Towns, Occupy, Komplementärwährungen, do-it-yourself Netzwerke undEnergiefelder als Basis der Gemeinwohl-Ökonomie.