Permakultur und Kreislaufwirtschaft – in jeder Stadt weltweit

Die Initiative die “Erben der Erde” wird in diesem Film nur kurz erwähnt (ab ca. 3:30). Viele Worte sind auch nicht nötig, denn das zugrunde liegende Prinzip ist klar: Das zurzeit herrschende Wirtschafts- und Gesellschaftssystem hinterlässt den nächsten Generationen einen gigantischen Müllhaufen und existenzielle Probleme.

 

In dem Film ist ebenfalls zu sehen: Hannovers Partnerstadt Bristol hat ein Regionalgeld als Teil der Lösung eingeführt. Dort erhält sogar der Bürgermeister seine Bezahlung in Bristol Pound.

http://bristolpound.org

Das Bristol Pound ist so erfolgreich, dass es für den “Mayor’s Bristol Genius Award” nominiert wurde.

http://www.ideasfestival.co.uk/2013/news/shortlist-for-mayors-bristol-genius-award-announced/

In vielen Städten weltweit experimentieren die Menschen mit lokalen Währungen. Nach dem verheerenden Erdbeben 2011 in Neuseeland (Christchurch) wandte sich die Feuerwehr an die Regiogeld-Initiative in Lyttleton: “Wir wissen nicht, was ihr macht. Aber wir haben gehört, dass es gut ist. Bitte helft uns.” Das “Timebank”-System sorgte für schnelle Hilfe und den Wiederaufbau.

Gezeigt wird das Neuseeland Beispiel in dem Film “In Transition 2.0″.

http://www.intransitionmovie.com/

Der Film wirkt inspirierend, selbst etwas in der eigenen Stadt zu unternehmen. Er eignet sich, Filmabende zu veranstalten und Menschen zu treffen, die sich an Projekten für eine enkeltaugliche Zukunft beteiligen möchten.

In dem Zusammenhang sehenswert und das Gesamtszenario zusemmenfassend, auf das wir zusteuern,  ist die Interview-Reihe “Reanimation der Erde” mit Jörg SchindlerNiko Paech und Christian Felber.

http://www.youtube.com/user/REANIMATIONderErde

Die Schlussfolgerungen daraus:

  • Bürger gestalten ihre Lebens- und Wirtschaftsräume neu.
  • Die Art und Weise, etwas zu unternehmen und sich zu engagieren, ist voller Alternativen. Stichworte für Recherchen sind Permakultur und regionale Kreislaufwirtschaft, z.B. mit Regionalgeld gefördert.

Mit der Regiogeld-Plattform FCoin hat jeder Mensch die Möglichkeit, eigene Netzwerke für regionale Wirtschaftssysteme zu gründen, die weltweit miteinander vernetzt sind. In Hannover sammeln wir gerade Erfahrungen: Die Initiative HannoFairGeld arbeitet damit.

Über FCoin:

  • weltweit nutzbar, regionale Netzwerke möglich
  • Komplette Kontoverwaltung mit Umlaufsicherung
  • Verwaltungsstellen können Steuern erheben
  • unabhängig vom Euro und deswegen leistungsgedeckt
  • Bürgengemeinschaft bringt Geld in Umlauf — keine zentrale Ausgabestelle
  • Nachrichtenfunktion
  • mit Smartphone-App für mobiles Bezahlen
  • Integrierter Marktplatz mit Bezahlfunktion
  • regionales Grundeinkommen möglich, sofern es die Einnahmen aus dem Geldumlauf erlauben.

In Hannover konzentrieren wir uns auf die Organisation von Veranstaltungen und Projekten mit Regiogeld, sowie die Organisation der Versorgung mit Nahrungsmitteln.

Wir befinden uns in einem frühen Stadium des Aufbaus und können deshalb noch nicht auf Erfahrungen verweisen. Es wäre schön, wenn andere Initiativen Fcoin ebenfalls ausprobieren möchten und wir zu einem Erfahrungsaustauschkommen.

Kontakt und Aktivitäten Gert Schmidt