Ist die Silber-Gold-Ratio vielleicht ein guter Timing Indikator für Gold?
Ein Beitrag von Herbert, 10. März 2010, 21:43 Uhr · 31 Kommentare
Anveka hat eine interessante Vermutung geäußert, deren systematische Prüfung lohnenswert ist. Ihre Argumente sind intuitiv plausibel.
http://trendgedanken.de/?p=2572&cpage=1#comment-47304
Konnte man also, das ist die spannende Frage, bisher aus dem Vorlauf von Silber gegenüber Gold überzufällig auf die anschließende Entwicklung der Edelmetallmärkte über mehrere Monate hinweg schließen? In meiner eSignal Software habe ich zur Prüfung dieser Frage den Kurs von Silber durch den Kurs von Gold dividiert (rote Linie=Silber-Gold-Ratio) und in den Chart dieser roten Silber-Gold-Ratio zugleich den Goldkurs (Kerzen) und den Kurs von Palladium (blaue Linie) eingespielt.
Um eine Antwort auf die Frage zu geben, könnte man geduldig die drei Kurven mit dem Fadenkreuz abtasten und auszählen: wie oft war Silber ein Vorläufer, wie oft hatte Silber keine eindeutig Beziehung zum künftigen Kurs der Edelmetalle und wie oft gab Silber ein klares Fehlsignal?





Die Signale waren in der Vergangenheit uneinheitlich – je nach individueller Situation ambivalent.
Allerdings pendeln die Märkte zwischen extremen Positionen und suchen offenbar langfristig immer den Ausgleich. Das ist auch schonmal eine wichtige Erkenntnis. Aktuell würde ich dem Silber Nachholpotenzial auf dem Weg nach oben unterstellen.
Stimmt! Das Bild ist ambivalent. Es bleibt also lediglich das Bauchgefühl. Schaut man nur oberflächlich hin, könnte man meinen, dass meine Thesen oftmals zugetroffen sind. Nimmt man aber die von Herbert empfohlene Fadenkreuzsoftware und sucht wirklich nach (rückwirkend) ablesbaren Kauf- oder Verkaufsempfehlungen, ist die Trefferquote kaum überdurchschnittlich. Leider!
Das trifft genau die zwei Thesen in der Börsenanalyse, die ich immer wieder gern mit wachsender Begeisterung einsetze:
Es gilt herauszufinden,
1. nach welchen Regeln der Markt funktioniert
und
2. wann diese Regeln nicht angewendet werden dürfen.
5943 . kauf weiterer Dax shorts
ich hab heute 75% meiner ersparnisse vom konto abgehoben .hab es damit meinem bekannten der bei einer bank arbeitet gleichgetan.er meinte nur,möglich ist alles,es brodelt mächtig im system und der einlagensicherungsfond ist eh ein witz…….
bin seit 5850 short im dax,eine weitere order liegt bei knapp unter 6000.goldshorts hab ich gestern verkauft,einstieg war bei 1125.
der dax hinkt anderen indizes wie dem s&p sicher nicht ohne grund hinterher,ein einbruch kann jederzeit kommen.ich setz einfach mal darauf.
was den goldpreis allerdings gedrückt hat weiss ich nicht.anhand dessen,das der dollar gefallen ist,hätte gold ja eher steigen bzw. zumindest das niveau halten müssen.unabhängig davon sind mir gestern bald die augen rausgefallen,als ich den benzinpreis bei 1,46 gesehen habe.ich würde vorschlagen,das mal alle einen tag nicht arbeiten gehen und die regierung dazu zum handeln zwingt,hier ist doch alles ausser kontrolle……
Sojabohnen, Sojaschrot (Tierfutter)
– 2009 monatelang als Synonym für den angeblichen Aufschwung in der Weltwirtschaft, insbes. China –
knicken heute weiter ein.
http://www.ariva.de/sojabohnen_cbot-kurs
http://www.ariva.de/sojamehl_cbot-kurs
Damit nehmen die Agrarrohstoffe wieder die Funktion als Frühindikator auf.
Möglicherweise wurden die Anleger in den vermeintlich sicheren Hafen der Aktien getrieben, damit man sie dort besser in Empfang nehmen kann.
da auch der exporteinbruch in der deutschen industrie den dax nicht gejuckt hat, ist stark zu vermuten,das die kurse wieder hochgezogen werden,weil noch zu viele shorties unterwegs sind.naja,der ganze kapitalismus ist ja manipulation……
Kapitalismus + Manipulation, dazu gibt es eine Überlieferung von Nathan Rothschild in London:
Nachdem er über einen schnellen Boten erfahren hatte, dass Napoleon die Schlacht bei Waterloo verlor, wusste er als einziger, dass England gewonnen hatte. Dass musste englische Werte explodieren lassen.
Aber anstatt massiv zu kaufen (wie es wohl jeder von uns tun würde), führte er den Markt an der Nase herum: Er verkaufte!
Das sahen alle anderen Händler und schlossen sich ihm an. Sie verkauften ebenfalls, weil sie vermuteten, dass Rothschild die besten Informationen habe und Napoleon wohl gewonnen hätte.
Nachdem die Notierungen eine Weile fielen, sammelte Rothschild zu ermäßigten Preisen massiv ein.
Kurze Zeit später kamen die offiziellen Boten vom Festland mit der Nachricht, dass Wellington der Sieger und Napoleon vernichtet war. Daraufhin explodierten die Preise und Rothschild setzte den Grundstein für ein großes Vermögen. Er war zu dem Zeitpunkt 38 Jahre alt.
Börse ist ein Schachspiel für große Kinder.
Ergänzung zur Rothschild-Geschichte; auf die aktuelle Situation übertragen bedeutet das:
Seit 2007 geschieht am Aktien- und Rohstoffmarkt, was Rothschild 1815 tat – allerdings mit umgekehrten Vorzeichen.
Das (Börsen-)Volk soll glauben, es sei alles in Ordnung.
Die Politik (schwarz) hat das Schachspiel mit der “erfolgreichen” Stimmungsmache 2007 entdeckt.
Ihr Gegner ist der freie Markt (weiss).
Der schwarze Angriff auf die Spekulanten ist mit dem Angriff auf die weissen Türme zu vergleichen. Offen ist derzeit, ob sie ausweichen bzw. den Angriff abwehren werden.
Indem der Goldpreis hochgekauft wird, z.B. als Ausweichmanöver der Türme, Anstieg des Goldes in diesem Jahr auf 2.000 USD, wäre das der direkte Angriff auf den König.
Die Kanzlerin könnte irgendwann das schwarze Damenopfer sein. Bis dahin kämpft sie aufopfernd bis zum letzten Zug.
Der am 27.01.10 georderte Long ETF- LYX0AD wurde zum Kurs von 37,73 um 9:04h im Xetra Handel verkauft. Ertrag +11,5% in 6 Wochen.
@ Börsentiger @ Alle:
Zunächst einmal Glückwunsch zur souverän durchgeführten Strategie, Börsentiger.
Eine mich bewegende Frage: Ist der Besitz von ETFs als Sondervermögen die beste und einzige Sicherheit gegen Konkurse von Banken und Brokern? Oder mache ich da einen Denkfehler?
Also, wenn es zu knirschen beginnt, das gesamte Vermögen rasch mit Mausklick oder Telefonanruf in verschiedene ETFs short (Banken ETF oder Stoxx50 short ETF). Dann steigt der ETF auch dann, wenn er wegen vorübergehender Schließung der Börsen nicht notiert wird, in der Panik weiter an Wert. Und bei einem GAU ist er durch die besten Aktien, die es gibt, besichert. Das Vermögen mag dann zwar vorübergehend eingefroren sein, ist aber nicht wie bei Zertifikaten, Bargeld, Festgeld und Spareinlagen weitgehend weg.
Ist das die Patentlösung? Oder gibt es noch einen von mir nicht gesehen Haken?
Kracht die Bank kommt ihr Vermögen in die Insolvenzmasse und wird liquidiert. Anleihen- , Festgeld-, Spareinlagen-und Zertifikatebesitzer können nur aus dem überbleibenden Vermögen befriedigt werden, erhalten daher schlussendlich maximal einen Bruchteil (wenn der Staat nicht einspringt oder einspringen muss). Diese erhalten ihr Geld aber erst nach Abschluss des Verfahrens und das kann ganz schön dauern !!! Anders ist es bei Fonds. Bei Konkurs- oder Ausgleichseröffnung werden diese als Sondervermögen ausgeschieden, da Fondsanteile prinzipiell im Eigentum des Anlegers bleiben. Natürlich werden die Börsenkurse bei einem Bankenkrach insgesamt abtauchen aber das steht auf einem anderen Blatt.
Leider lässt sich das nicht allgemein beantworten, weil jeder ETF geprüft werden muss, welche Papiere enthalten sind:
http://www.etfexplorer.com/de/blog/2009/09/19/indexfonds-nicht-nur-nach-dem-namen-auswahlen
http://www.etfexplorer.com/de/blog/2009/10/22/verwechslungsgefahr-bei-etf
http://www.etfexplorer.com/de/blog/2009/08/11/unterschiede-bei-den-borsengehandelten-indexfonds
http://www.etfexplorer.com/de/blog/2009/03/14/wie-sind-etf-konstruiert
ETF können einem SWAP-Kontrahentenrisiko ausgesetzt sein.
Sie kalkulieren den schlimmsten anzunehmenden Fall. Zu den Risiken sagt z.B. der Prospekt von X-Trackers:
http://www.dbxtrackers.de/DE/pdf/DE/prospectus/prospectusdbxtrackers1_2010_02.pdf
Der ETF ist beim Risiko gegenüber der direkten Investition in ein Unternehmen nachrangig. Sie eignen sich deshalb als kleine Depotbeimischung zur Ergänzung – dann auch immer danach geprüft, was in dem ETF enthalten ist.
@ Börsentiger: Gratulation zu dem betrachtlichen Gewinn! Gehen Sie nun auf Sicht von 4-8 Wochen von stark fallenden Kursen aus oder sehen wir jetzt den Beginn einer Seitwärtskorrektur? Wie sehen das die anderen hier im Forum?
Grüße,
Marcus
Die Warnlampe leuchtet jetzt schon dunkelrot!! Mehr sage ich momentan nicht, da ich erst ein paar Tage abwarten will.
Ich bin aus allen Long Investments raus. Im übrigen an alle danke für anerkennende Worte, auch wenn ich den Eindruck habe, dass meine Kommentare nicht immer erwünscht sind.
Natürlich erwünscht …
@börsentiger…nun stellen sie mal ihr licht nicht zu weit unter dem scheffel.ihre prognosen waren einfach klasse,das gebe ich selbst als ihr “gegner” zu,da ich trotz ihrer prognosen mehr short war.da sie aber sehr treffsicher sind,wundert es mich nur etwas,das sie keinen grösseren hebel wählen.11% gewinn ist meines erachtens nicht viel,es sei den sie hätten 1000 stück gekauft,was dann aber einen einsatz von 35 000 euro erfordert hätte.mit ihrer treffsicherheit könnten sie doch viel mehr geld verdienen,oder trauen sie sich manchmal selbst nicht so richtig??…soll aber kein vorwurf sein,und natürlich besteht ja im dezeitigen markt doch ein höheres risiko wie z.b. vor drei jahren.
11 Prozent in der kurzen Zeit ist ein sehr gutes und seriös erzieltes Ergebnis, auch wenn es zwischendurch auf der Kippe stand.
Bei einem höheren Hebel hätte die Gefahr bestanden, dass die Position am Tiefpunkt ausgestoppt worden wäre.
Insofern war das Chance/Risiko-Verhältnis gut gewählt und auch im Vorfeld gut begründet.
… selbstverständlich weiter so ‘Börsentiger’. Es gibt in diesem Forum offensichtlich nur einen der Sie zum “Gegner” erklärt – aber den sollten Sie einfach ignorieren.
@xy:nehmen sie im leben immer alles so wörtlich,also wir sind doch hier nicht im kindergarten.ich geh schon davon aus,das hier ein paar lebenserfahrene und zumindest durchschnittlich intelligente menschen zugange sind(nicht nur im bezug auf börse).und wenn ich das “gegner” in anführungsstriche schreibe muss ich wohl doch nicht betonen,das dies dann synonym gemeint ist.ich versteh nicht,das man manchen die simpelsten dinge in sachen kommunikation erklären muss.xy,sie sollen sich aber nun nicht gleich angegriffen fühlen,vielleicht haben sie kommunkativ nur ganz andere grundsätze als ich.da gibts gewiss schon von bundesland zu bundesland grosse unterschiede,ich hab in 4 verschiedenen gelebt und überall waren die menschen anders kommunikativ bzw. verschieden in ihrer wortdeutung.also etwas toleranz ist manchmal ganz gut.
Gegensätzliche Positionen, Widerspruch, sind in der Trendforschung wichtig.
Damit lassen sich verschiedene Argumente besser gewichten und der Schreiber ist gezwungen, seine Thesen genauer zu durchdenken.
Gern mehr “Gegner”.
Ist natürlich wichtig, dabei über die Sache zu sprechen und persönliche Dinge außen vor zu lassen. Dann wird das ein nützlicher Gedankenaustausch – immer dabei im Visier: den Wettbewerb um die besseren Argumente.
Der Weg ist das Ziel, also die Art und Weise, WIE die Börse, die Trends, die Märkte analysiert werden.
@ börsentiger: sehr sehr erwünscht !!!
sehr sehr sehr erwünscht !!!
@börsentiger Danke!
Ich bin in aller Stille stur mit Ihnen gegangen, allerdings mit dem ETF ishares 593393 ungehebelt.
1 Tag nach Ihnen gekauft, 5% heute realisiert in dieser kurzen Zeit, da kann man meiner Meinung nach zufrieden sein.
5% von wieviel wird nicht verraten. Schönes Wochenende!
Für mich ist momentan die entscheidende charttechnische Frage, ob der SPX ein Doppeltop ausbildet oder nicht. Daher warte ich bis sich ein klareres Bild abzeichnet und das kann ein paar Tage dauern. Ich vermute allerdings, dass viele Anleger über das Wochenende eine Verkaufsentscheidung treffen werden um die Ernte in die Scheune zu fahren. Da während des Anstiegs der Aktien laufend hohe P/C-Ratios zu beobachten waren (ständige Hedgingaktivitäten und keinerlei Euphorie), rechne ich allerdings nicht mit einem massiven Einbruch der Aktienkurse. Eine Korrektur kommt, aber die Hoffnung auf einen massiven Einbruch wird wohl erst im Sommer erfüllt werden.
was gold betrifft,da könnte sie recht behalten,herr schmidt.ein anstieg muss nicht durch inflation hervorgerufen werden.was heute wirklich sicher ist,ist immer schwerer zu sagen.sogar nach aussen gesunde unternehmen und staaten könnten bilanzen geschönt haben,wie eben bei lehman und griechenland.
über ein paar wenige euro nach feierabend freut man sich auch.freitag puts für 3,19 gekauft,heute bei 3,59 zum verkauf gesetzt,kurs ging kurz über 3,60..und raus waren sie…sonst wäre ich jetzt fast wieder beim einstandskurs…..passt schon.
börsentiger, kann man sie via email erreichen? habe eine frage zu einem älteren artikel
@soul
Möchte Email nicht ins Netz stellen, wegen Spam. Sie können es aber machen, ich melde mich dann.
Ich kann hierbei gern vermittelnd tätig werden.